Thomas Rusche empfiehlt Issue No. 2

In der 2. Ausgabe der Kolumne ,,Thomas Rusche empfiehlt'' verrät der Kunstsammler und SØR Chef seine Entdeckungen und Tipps für den Herbst 2016

In der 2. Ausgabe der Kolumne ,,Thomas Rusche empfiehlt” verrät der Kunstsammler und SØR Chef seine Entdeckungen und Tipps für den Herbst 2016. Das Foto entstand im Rijksmuseum Amsterdam, im Hintergrund ist die ,,Nachtwache” von Rembrandt zu sehen. Foto, Lars Beusker

Die Kunst des Goldenen Jahrhunderts der Niederländischen Malerei ist nicht nur ein Eckpfeiler der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin – sie ist seit 60 Jahren auch immer wieder Inspiration für die Welt der Mode und die Entwürfe der SØR Kollektionen. Mit derselben Hingabe, mit der ein Künstler immer wieder mit Bedacht auf die Leinwand setzt, erschaffen unsere Designer und Schnittmeister ihre großartigen textilen Kreationen der neuen Herbst-Winter-Saison.

Thomas Rusche trägt  im Foto-Shooting ein schmal geschnittenes SØR Sakko aus 100% Schurwolle und ein SØR Businesshemd mit  Umschlage-Manschetten und Haifischkragen. Foto, Lars Beusker

Thomas Rusche trägt im Foto-Shooting ein schmal geschnittenes SØR Sakko aus 100% Schurwolle und ein SØR Businesshemd mit Umschlage-Manschetten und Haifischkragen. Foto, Lars Beusker

Wiesn-Zeit! Längst ist das Münchner Volksfest ein Welthit und Oktoberfeste werden heute sogar in Brasilien, Japan, den USA oder Russland zelebriert. Über den unterhaltenden Charakter dieser Feierlichkeiten hinaus sind sie auch für viele ein willkommener Anlass, Trachtenmode zu tragen. Keine geringere als Marie Antoinette war es, die bereits im 18. Jahrhundert den Reiz der ländlichen Garderobe erkannte und die Tracht an den Französischen Königshof brachte. Später ließen die großen Couturiers wie Yves Saint Laurent oder Kenzo immer wieder Element der Trachtenkleidung in ihren Kollektionen auftauchen. Janker und Trachtenblazer aus dem Traditionshaus Schneiders Salzburg sind bei SØR, unabhängig von Trends und Moden, fest im Sortiment verankert. In dieser Saison kombinieren wir kernige Strickjanker mit blue Denim und Vichy-Karo-Hemden. Eine gelungene Melange aus Tradition und frischer Lässigkeit.

m_37

Der kernige Strickjanker von Schneiders Salzburg passt bestens zu den SØR Vichy-Karo-Hemden. Foto, Lars Beusker

Der trendigste Farbtupfer in diesem Jahr heißt ,,Barolo”. Der satte und dunkle Rotton versprüht eine behagliche Eleganz und erinnert schon beim Anblick an die Vollmundigkeit des großen norditalienischen Weines. Besonders luxuriöse Materialien wie Kaschmir und Seide vertiefen das Leuchten dieser samtigen Farbe. Verbreiten Sie eine Stimmung wie ein loderndes Kaminfeuer und tragen Sie zum Barolo-Farbton am besten Grautöne.

Der große SØR Kaschmirschal legt sich wie ein wärmendes Kaminfeuer um den grauen Janker von Schneiders Salzuburg. Dazu eine graue SØR Wollhose, lebendige Karos und Accessoires in ,,Barolo''. Foto, Lars beusker

Der große SØR Kaschmirschal legt sich wie ein wärmendes Kaminfeuer um den grauen Janker von Schneiders Salzburg. Dazu eine graue SØR Wollhose, lebendige Karos und Accessoires in ,,Barolo”. Foto, Lars Beusker

Ein guter Schuh gilt als Fundament einer stilvollen Herrengarderobe. Setzen Sie dabei auf kompromisslose Qualität und sparen Sie nicht. Feines Leder und eine hochwertige Verarbeitung zahlen sich in komfortablem Tragegefühl und Langlebigkeit wieder aus. Floris van Bommel ist nicht nur ein qualitativer Schuhhersteller, er ist auch ein Meister seines Fachs, der es auf wunderbare Weise versteht, alle wichtige Attribute, die einen guten Schuh ausmachen, zu vereinen: beste Materialien, hochwertige Verarbeitung, klassische Eleganz und ein gelungenes Maß an modischen Akzenten. In diesem Herbst fokussieren wir bei SØR die klassischen Businessschuh-Modelle, zum Beispiel als Monk oder Halbloch. Cognac- und Brauntöne  stehen dabei farblich an erster Stelle und harmonieren mit der Trendfarbe Barolo oder den klassischen Businessanzugfarben Blau und Grau. Ein kleiner extra Tipp: Frischen Sie einfarbige Anzüge mit grafisch gemusterten Accessoires auf. Lassen Sie ruhig vielfarbige Rautenstrümpfe unter den Hosenbeinen vorblitzen und setzen Sie als i-Tüpfelchen farbliche Akzente mit originellen Einstecktüchern.

Klassische Businessschuhe von Floris van Bommel. Foto, Lars Beusker

Klassische Businessschuhe von Floris van Bommel. Foto, Lars Beusker

Bei den Damen spielen wir in dieser Saison mit Gegensätzen ganz im Sinne von ,,Avantgarde & Tradition”. Kastige Schnitte treffen auf schmale Silhouetten, und eine ganz ungewöhnlich frische Liaison geht der angesagte Athleisure-Look mit etablierten high-end-Marken ein – Sportswear meets Luxury! Das Label Ibana verarbeitet feinstes Leder zu Jogging-Pants. Athletische Legginhosen von Cambio kombiniert man mit klassischen Kaschmir-Jumpern und luxuriösen Handbags. Elegante Halbschuhe im Dandy-Look erhalten ein markantes Upgrade durch farblich durchbrochene Plateau-Sohlen. Leder-Sneaker erfreuen uns mit einem Kick Glamour und bestechen durch Snake-Skin-Optik und Gold-Applikationen.

 

Karierter Kasten-Mantel von Schneiders Salzburg, SØR Pullover, Schuhe mit farblich durchbrochener Plateau-Sohle von Paloma Barcelo und Jogging-Pants aus feinem Leder von Ibana. Foto, Lars Beusker

Karierter Kasten-Mantel von Schneiders Salzburg, SØR Pullover, Schuhe mit farblich durchbrochener Plateau-Sohle von Paloma Barcelo und Jogging-Pants aus feinem Leder von Ibana. Foto, Lars Beusker

In den Herbst- und Wintermonaten hat die ,,Blaue Stunde” einen ganz besonderen Reiz, da ihr Farbton noch intensiver ist als in den lichtreicheren Monaten. Blau weckt die Lebensgeister und erinnert uns an das Meer und klare Bergseen – diese Lebendigkeit beeinflusst unsere Kollektionen in diesem Herbst.

Blau, eine Farbe der Vielfalt! Marineblaue Bluse von Le Sarte Pettegole, gletscherblaue Jeans von Cambio, nachtblauer Mantel von Schneiders Salzburg, blau/weiß gestreifte Bluse von Amorph und eine indigoblaue Jeans von Cambio. Foto, Lars Beusker

Blau, eine Farbe der Vielfalt! Marineblaue Bluse von Le Sarte Pettegole, gletscherblaue Jeans von Cambio, nachtblauer Mantel von Schneiders Salzburg, blau/weiß gestreifte Bluse von Amorph und eine indigoblaue Jeans von Cambio. Foto, Lars Beusker

Essential ist jetzt neu bei  SØR! 1999 gründeten das Designerpaar Esfan Eghtessadi und Inge Onesa ihr Label in Antwerpen, der Hochburg der Avantgarde-Mode. Sie starteten mit einer T-Shirt Kollektion, die sie in ihrem Wohnzimmer entwarfen. Mittlerweile ist die Marke international erfolgreich und das Paar um zwei kleine Kinder reicher. Die Kollektionen von Essential Antwerp bestechen durch außergewöhnliches Design, ungezwungene Lässigkeit und Authentizität. Die Entwürfe transportieren den Lifestyle des Designerpaares: jung, erfolgreich, attraktiv und lebensnah.

w_21

Die Essential Antwerp Kollektion jetzt bei SØR. Foto, Lars Beusker

In Sachen Kunst ist der Herbst die Zeit des Erwachens – die Sommerpause der Galerien geht zu Ende und das Karussell des Kunstbetriebs setzt seine aufregende Fahrt wieder in Gang. Ich selbst bin gespannt, was mir in den nächsten Monaten an guter Kunst begegnen wird, wie beispielsweise während der Berlin Art Week und dem Herbst-Rundgang der Leipziger Baumwollspinnerei.

http://www.berlinartweek.de/

http://www.spinnerei.de

Werke der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin sind zur Zeit folgenden  Ausstellungen zu sehen:

Wahrheiten – Zeitgenossen der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin”, Kunstverein Münsterland, Coesfeld http://www.kunstverein-muensterland.de/

Besonders hervorheben möchte ich eine neue Reihe in unserem Blog: ,,100 Meisterwerke”! Die Kunsthistorikerin Dr. Teresa Bischoff untersucht in dieser Serie jeweils 50 Kunstwerke von zeitgenössischen Künstlern und Niederländischen Meistern des 17. Jahrhunderts und stellt diese gegenüber. Das Resultat ist ein spannender Dialog und ein neuer Blickwinkel der zeigt welche überraschende Nähe zwischen Werken herrscht,  die 400 Jahre Kunstgeschichte trennen.

http://www.kleidungskultur-soer.de/?p=2464

http://instagram.com/soer_rusche

https://shop.soer-online.de/

100 Meisterwerke – Teil 1: Jan Asselijn & Nicola Samori

Jan Asseljin, Reiter am Brunnen in einer Felsenkluft, nach 1648, Öl auf Leinwand, 75,5 x 95,2 cm, Courtesy SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Jan Asselijn, Reiter am Brunnen in einer Felsenkluft, nach 1648, Öl auf Leinwand, 75,5 x 95,2 cm, Courtesy SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Herzlich Willkommen zu ,,100 Meisterwerke” der neuen Serie im SØR Blog! Die Kunsthistorikerin Dr. Teresa Bischoff untersucht in dieser Reihe jeweils 50 Kunstwerke von zeitgenössischen Künstlern und Niederländischen Meistern des 17. Jahrhunderts und stellt diese gegenüber. Das Resultat ist ein spannender Dialog und ein neuer Blickwinkel, der  zeigt welche überraschende Nähe zwischen den Werken herrscht, obgleich sie über 400 Jahre Kunstgeschichte trennen.

Rätselhaft geht es zu in Jan Asselijns Gemälde „Reiter am Brunnen in einer Felsenkluft“, das nach 1648 entstanden ist. Nur partiell beleuchtet erschließt sich dem Betrachter der felsig-verschlungene, höhlenartige Schauplatz. Ein vornehmer Herr hat hier Rast eingelegt, um sich und seinem nicht minder vornehmen Pferd ein wenig Erholung am Brunnen zu verschaffen. Prächtig gekleidet steht er in dekorativer Seitansicht, die den Glanz und trefflichen Faltenwurf seines kostbaren roten Reisemantels ganz besonders zur Geltung bringt. Auf sorgfältig frisierten Locken sitzt ein hochaufragender schwarzer Hut, mit einer gelben Schleife gewagt verziert. Ein schlichter weißer Kragen schmiegt sich zwischen Wams und Kinn. Eng anliegende Beinkleider und Sporen an den Schuhen sowie ein schmaler Degen komplettieren die Reisegarderobe.

Vertraut und in menschlicher Kommunikationshaltung hat sich das Pferd seinem Herrn zugewandt und scheint ihm aufmerksam zu lauschen. Auf seinem Rücken trägt es einen bequemen Sattel. Reiter und Tier legen augenscheinlich weite Strecken zurück. 

Rechts von den beiden schöpft ein Mann Wasser aus einem Brunnen. Dieser befindet sich am rechten Bildrand vor einer nur notdürftig durch einen Bretterverschlag verschlossenen großen Felsöffnung, die über den Bildrand hinausragt. In gebeugter Haltung, den linken Fuß auf den unteren gestuften Brunnenrand gestellt, reckt sich uns in caravaggesker Manier das mit schmutzig-gelben Hosen angetane Hinterteil des Mannes entgegen. Derbe Schuhe, grobe Strümpfe, eine im Rücken zusammengeknotete Schürze, ein graublaues Wams und ein dunkler Hut sind für seine Tätigkeit die angemessene Arbeitskleidung. Während er mit seiner rechten Hand an der Brunnenschnur zieht, geht seine Aufmerksamkeit neugierig nach links in Richtung Reiter und Pferd. Fast scheint es, als wolle er mithören und ein Wörtchen der Zwiesprache zwischen diesen erhaschen. 

Im Gegensatz zu dieser hell beleuchteten Szene nimmt sich der linke vordere Bildgrund dunkel und verschattet aus. Die dortige Feuerstelle ist erkaltet, ebenso wie der Felsofen, der sich weiter hinten im linken Bildraum befindet. Die Brote sind mit langen Holzschubern herausgeholt worden und liegen auf dem halbrunden oberen Abschluss des Ofens. Ungeklärt bleibt, weshalb ein weiterer Mann mit seinem kleinen Hund achtlos an ihnen vorübergeht. Er schreitet eine in den schmalen Felsspalt gehauene Treppe empor, an deren Ende ein Esel geduldig wartet. Über ihnen leuchtet ein kleiner blauer Himmelsausblick auf. 

As_detail_esel

Jan Asselijn, Reiter am Brunnen in einer Felsenkluft (Detail: Mann mit Hund und Esel), nach 1648, Öl auf Leinwand, 75,5 x 95,2 cm, Courtesy SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Geschickt setzt der Maler das Mittel der Kontrastierung ein, das die Augenlust des Betrachters reizt: Raumpartien werden hell ausgeleuchtet oder verschwinden nahezu in der Finsternis, die ruhige vornehm-aufragende Haltung des roten Reiters steht in subtiler Spannung zu dem geschäftigen Treiben der einfachen Männer, die nahsichtig gezeigte Flanke des Pferdes setzt einen Kontrapunkt zum hellen Himmelsausblick.

Aber nicht nur  in der Kompositionsgestaltung legt Asselijn größte Sorgfalt an den Tag, sondern auch in der Darstellung der Oberflächen. Haptisch minutiös gearbeitet leuchtet der rote Mantel dem Betrachter prachtvoll entgegen. Vermutlich hatte der Maler  dieses Kleidungsstück real vor Augen. In mindestens zwei anderen Gemälden Asselijns spielt dieser Mantel eine optisch herausragende Rolle: In der Darstellung des Bruchs des St. Anton Dammes aus dem Jahr 1651, heute im Rijksmuseum in Amsterdam zu sehen, ist der dramatisch gebauschte leuchtend rote Umhang der Kontrapunkt zum grandiosen Naturspektakel, das sich in der Bildmitte entlädt. Ebenfalls koloristisch virtuos setzte er besagten Mantel in einer farblich eher zurückhaltenden Winterlandschaft ein. Keines dieser Bilder jedoch zeigt das kostbare Kleidungsstück in so exquisiter Nahsicht wie das vorliegende Gemälde. 

Wahrscheinlich folgt der Umhang der französischen Mode. Nicht mehr die strengere spanische und damit kürzere Variante, die im 16. Jahrhundert weit verbreitet war, wählt der ursprünglich aus Dijon stammende Asselijn, sondern die aktuelle, französische Mantelform, deren Stofffülle in Gemälden gern dekorativ drapiert erscheint.

As_detail_mantel

Jan Asselijn, Reiter am Brunnen in einer Felsenkluft (Detail: Reiter mit Mantel und Pferd), nach 1648, Öl auf Leinwand, 75,5 x 95,2 cm, Courtesy SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Kreisrund  und stoffreich gearbeitet mit gelegtem Kragen, länger geschnitten als das spanische Vorgängermodell, ohne Ärmel, je nach Witterung und Geldbeutel mehr oder weniger prächtig gefüttert, war er über viele Jahrzehnte hinweg die in Europa gängige Mantelform. Modische Kleidung dieser Art war im 17. Jahrhundert ein Distinktionsmerkmal der höheren Schichten. Teures Material, raffinierte Schnitte, aufwändige Farben und eine luxuriös-üppige Verarbeitung konnten ein Kleidungsstück rasch zum kostbaren Kleinod machen. Für jedermann erschloss sich auf den ersten Blick, welchem gesellschaftlichen Stand das Gegenüber zuzuordnen war. Falls der Maler im Besitz eines solchen luxuriösen Gegenstandes gewesen war, hatte er also jeden Grund, diesen häufig in seinen Werken zu zeigen. 

Soviel Mühe Asselijn sich gibt, dem Betrachter die „Oberflächen“ darzubieten, soviel verbirgt er darunter. Man fragt sich: Was macht ein so teuer gekleideter vornehmer Herr an einem augenscheinlich so düsteren und kargen Ort? Wo kommt er her, wo will er hin? Was verbirgt sich hinter der Bretterwand? In welcher Beziehung stehen die Männer zueinander?

Letztendlich gesteht uns Asselijn nicht mehr Informationen zu als dem wasserschöpfenden Mann am rechten Bildrand. Zwar bildimmanent und in nächster Nähe zu den beiden Hauptprotagonisten Reiter und Pferd gesellt, gelingt es ihm offenbar nicht, Kontakt mit diesen aufzunehmen. Repoussoir-Figuren, selbst wenn sie sich noch so harmlos an den Bildrand schmiegen, nehmen immer auch die Position des Betrachters ein. Und so steht der wasserschöpfende Knecht für unsere eigene Neugier, die Jan Asselijn jedoch nicht befriedigen wird.  Selbst wenn wir uns als Betrachter „im Bild“ befänden, würden wir das Rätsel um den Reiter in der Felsenschlucht nicht lösen können.

Kein Historienbild mit identifizierbarem Figurenpersonal und eindeutiger Handlung malte Asselijn. Er schuf aber auch kein Genrebild im typischen niederländischen Sinne, wo oftmals hinter den einfachen Alltagsgegenständen noch eine zweite Sinnebene versteckt und ein großer Spekulationsraum eröffnet wird. Der Künstler geht einen anderen, klareren Weg, indem er dem Betrachter seine Unwissenheit malerisch virtuos, aber sehr deutlich bis ins letzte Detail vor Augen stellt. 

Nicola Samori, Mem, 2015, Öl/Kupfer/Muschel, 100 x 100 cm, Courtesy of the SØR Rusche Collection Oelde/Berlin

Nicola Samori, MeM, 2015, Öl/Kupfer/Muschel, 100 x 100 cm, Courtesy of the SØR Rusche Collection Oelde/Berlin

Ähnlich rätselhaft bleiben auch die Bilder des Ausnahmekünstlers Nicola Samori. Auffallend häufig spielt er in seinem Oeuvre mit scheinbar geläufigen Bildmotiven, die dem 17. Jahrhundert entliehen sind. In frommer barocker Theatralik präsentiert sich uns die 2015 entstandene Arbeit „MeM“. Nah wird der Heilige an den Betrachter herangerückt. Über einem schlichten dunklen Untergewand wirft sich der subtil in kühlem Weiß und Grau changierende Umhang in fast metallisch anmutender Haptik um den Oberkörper des Dargestellten. In frommer Haltung sind die Hände betend aneinandergelegt. Es ist ein Bildmotiv, das sich hundertfach in der Kunstgeschichte wiederholt. Samori hat sich für sein Werk von der Darstellung des Hl. Jakob von Guido Reni inspirieren lassen, einem italienischen Barockkünstler des 17. Jahrhunderts, der trotz der üppigen Dramatik seiner Draperien für die sanfte Anmut seiner Heiligendarstellungen berühmt ist. 

Wie virtuos der italienische Künstler des 21. Jahrhunderts nun jedoch mit diesem kunsthistorischen Erbe spielt! Nur auf den ersten flüchtigen Blick scheint man es bei seinen Bildern mit Altbekanntem zu tun zu haben. 

So wird der delikate Kupfergrund, ebenfalls eine Reminiszenz an vergangene Zeiten, der normalerweise nach der Fertigstellung des Bildes unsichtbar wird und lediglich im besonders subtilen Glanz des Kolorits erkennbar bleibt, offengelegt, weil Samori seinen Schaffensprozess wieder rückgängig macht, indem er die Farbhaut abrollt. Dies verwundert umso mehr, da das Bild von brillanter handwerklicher Meisterhaftigkeit und erhabener Schönheit zeugt. Ein Künstler, der es versteht, Stofflichkeit von dieser Opulenz zu erzeugen, macht in höchstem Maße neugierig, von welcher Physiognomie wohl der Dargestellte gewesen war. Die Antwort hatte er bereits gegeben, der sandgestrahlte Metallgrund zeugt von einer, ebenso wie die Gestalt, ausgearbeiteten Antlitzpartie des Heiligen. Des Künstlers höchst individueller Wille ist es nun jedoch, selbst zu bestimmen, in welchem Moment er seinen Schaffensprozess unterbricht oder vielleicht, wie in diesem Fall, wieder rückgängig macht. Ungeschehen macht er ihn nicht, sondern auf eine ganz andere Weise sichtbar, als es dem Betrachter vertraut ist. Dieser Prozess geschieht nicht zufällig, sondern im Einklang mit der gemalten Komposition des Bildes. Wie beiläufig nimmt die Aufwerfung der abgeschälten Farbe die Konturlinien des Motives wieder auf. 

Die Freiheit des Spieles mit traditionellen Motiven treibt Samori mit der beweglich im Betrachterraum hängenden Muschel subtil auf die Spitze. In der christlichen Ikonografie ist die Muschel das Erkennungszeichen des Hl. Jakob. Der Legende nach predigte dieser in Spanien. Seine angebliche Grabesstätte in Santiago de Compostela entwickelte sich zu einem der wichtigsten Wallfahrtsorte überhaupt. Unter den Reisenden wurde es bald Brauch, die Muschel, die man praktischerweise aufgrund ihrer Größe als Trinkgefäß nutzte,  sich nun zum Zeichen der Pilgerschaft sichtbar an die Kleidung zu heften. 

Nicola Samori, Mem (Detail Muschel und Kupfergrund), 2015, Öl/Kupfer/Muschel, 100 x 100 cm, Courtesy of the SØR Rusche Collection Oelde/Berlin

Nicola Samori, MeM (Detail Muschel und Kupfergrund), 2015, Öl/Kupfer/Muschel, 100 x 100 cm, Courtesy of the SØR Rusche Collection Oelde/Berlin

Die Muschel wurde aufgrund ihrer perfekt von der Natur geformten Schönheit vor allem auch bei Künstlern der Renaissance hoch geschätzt. Man kennt sie als Kalotte, also als rahmendes und raumstiftendes Element, die die symmetrische Harmonie idealer Renaissanceräumlichkeiten im Kleinen zeigt. Laut eigener Aussage  ließ sich der Künstler von Piero della Francescas um 1470 für Federico da Montefeltro gefertigter Sacra Conversazione in der Pinacoteca di Brera in Mailand inspirieren. Unter einer kassettierten Tonnenwölbung thront die Muttergottes mit dem Jesuskind. Hoch über ihrem Haupt schwebt vor einer Muschelkalotte ein frei aufgehängtes Straußenei als Zeichen ihrer Jungfräulichkeit. Samori fasst nun diese beiden, für die italienische Renaissancekunst so typischen idealen Naturformen in seiner Komposition zusammen, indem er eine reale Muschel mittig vor seinem Hl. Jakob anbringt.  In seiner äußeren Rippenstruktur wiederholt das kleine, ornamenthafte Naturobjekt die aufgeworfenen, geschwungenen Farbwellen und verdeutlicht damit die Struktur der gesamten Komposition noch einmal im Kleinen.

Meisterhaft versteht Samori die Kunst der Verschränkung aller Bildelemente sowohl auf inhaltlicher, formaler und auch historischer Ebene. Nichts wird dabei dem Zufall überlassen. Selbst der Titel, als Palindrom gewählt (ein Wort, das vorwärts und rückwärts gelesen werden kann) spielt auf die nie enden wollenden Möglichkeiten des Betrachtens von Bildern an. Es spiegelt mit seiner symmetrischen Form sowohl die gesamte Bildkomposition als auch die Form der Adoranz: Die beiden  groß geschriebenen „M“  umschließen das kleine „e“ wie die betenden Hände, den zarten Raum dazwischen.

Sowohl Asselijn als auch Samori verfügen über eine brillante handwerkliche Technik. Sie ist die Basis des individuellen künstlerischen Prozesses beider Künstler. Asselijn nutzt sie, um hinter dieser Oberfläche seine inhaltlichen Geheimnisse zu verstecken und in ästhetisch formvollendeter Klarheit dem Betrachter sein Rätselbild vor Augen zu stellen. Der prächtig auffallend präsentierte rote Mantel steht hierfür wie ein pars pro toto. Samori geht noch einen Schritt weiter, indem er den Betrachter dieser eindeutigen Klarheit der optisch unversehrten, perfekten Oberfläche beraubt und nicht nur den Inhalt, sondern auch die Form selbst zum Rätsel macht. 

In ihrer jeweiligen Zeit spielen beide Künstler handwerklich perfekt höchst innovativ mit der Erwartungshaltung des Betrachters. Mühelos gestalten sie uns den Einstieg. Bei Asselijn blicken wir auf ein scheinbar typisches niederländisches Genregemälde, bei Samori auf das Werk eines zeitgenössischen Künstlers, der barocke Heiligendarstellungen rezipiert. In beiden Fällen erlebt der Betrachter den Sehprozess jedoch nicht als etwas Klärendes, sondern als etwas zunehmend Rätselhaftes, das letztendlich nur vom Künstler, als dem Initiator dieses Geheimnisses, gelöst werden kann.

IMG-20160824-WA0008

Dr. Teresa Bischoff (*1979) studierte Kunstgeschichte, Literaturgeschichte und Geschichte in Erlangen und Rom. Kürzlich erschien ihre Dissertation “Kunst und Caritas” über Leben und Werk der Malerin, Kunstsammlerin und Mäzenin Emilie Linder. Nach Dozententätigkeiten in Erlangen, Ansbach und Nürnberg ist sie nun wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Kunstgeschichte an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg.

Literatur:

Raupp, Hans-Joachim (Hrsg.): Genre. Niederländische Malerei der SØR Rusche-Sammlung. Münster 1996. S. 24-27.

Steland-Stief, Anne Charlotte: Jan Asselijn nach 1610 bis 1652. Amsterdam 1971. S. 138.

Für die freundlichen Erläuterungen zu „MeM“ danke ich sehr herzlich Nicola Samori.

Hilfreiche Hinweise bezüglich des roten Mantels bei Jan Asselijn gab mir Frau Dr. Zander-Seidel.

http://www.eigen-art.com/index.php?article_id=1343&clang=0

http://instagram.com/soer_rusche

Meisterwerke – Wim Pijbes im Gespräch mit Thomas Rusche

 

Wim Pijbes und Thomas Rusche trafen sich auf ein Gespräch im Rijksmuseum Amsterdam. Foto, Lars Beusker

Wim Pijbes und Thomas Rusche trafen sich auf ein Gespräch im Rijksmuseum Amsterdam. Foto, Lars Beusker

Wim Pijbes, der Generaldirektor des Rijksmuseums Amsterdam hütet weltweit den größten Schatz an Meisterwerken der Niederländischen Kunst des 17. Jahrhunderts, darunter Rembrandts ,,Nachtwache”. Dieses goldene Jahrhundert der Malerei ist auch ein Altmeisterschwerpunkt der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin. Dementsprechend eng ist die jahrzehntelange Zusammenarbeit, die 2008 in der von Wim Pijbes inszenierten Ausstellung ,,At home in the Golden Age – Masterpieces der SØR Rusche Collection” gipfelte. Der  Kunstsammler und SØR Inhaber Thomas Rusche traf Wim Pijbes in diesem Sommer im Rijksmuseum zu einem Gespräch über das Geheimnis der Meisterwerke und was Beyonce mit Botticelli gemeinsam hat.

TR: Wenn man als Direktor des Rijkmuseums ständig von Meisterwerken umgeben ist, fragt man sich da: Was ist überhaupt ein Meisterwerk?

WP: Überraschenderweise braucht ein Meisterwerk nicht das beste Werk eines Künstlers zu sein. Man denke beispielsweise an die Mona Lisa. Für jeden auf der Welt ist die Mona Lisa ein Meisterwerk, aber es ist nicht das beste Gemälde und es ist auch nicht das beste Werk von Leonardo da Vinci, aber für jeden ist es ein Meisterwerk. Es ist ein Ikonisches Bild ist und man kennt es seit Generationen. Es bedarf Generationen oder besser des Faktors Zeit, um etwas ein ,,Meisterwerk” nennen zu können. Ich kann nicht ein Buch schreiben oder ein Bild malen und nach einer Woche sagen: ,,jetzt habe ich ein Meisterwerk gemacht”. In der Musik kann so etwas passieren, wenn man ein Konzert von Mozart oder Beethoven hört, welches von den großen Philharmonie Orchestern der Welt gespielt wird. Da kann man ab und zu sofort erkennen ob dieses Konzert ein Meisterwerk ist. Qualität ist eine notwendige Voraussetzung, aber es bedarf mehr, um daraus ein Meisterwerk zu machen. Das ist das Geheimnis der Kunst. Doch nicht nur in der Kunst, auch in der Küche eines Restaurants kann man ein Meisterwerk machen, das so ausgezeichnet, so besonders ist, das man es kaum übertreffen kann.

TR: Was gehört über die Qualität hinaus zu einem Meisterwerk?

WP: Qualität, gutes Material und handwerkliches Können ist nur das Eine. Die Zeit, das Publikum, die Gelegenheit und das Momentum müssen hinzukommen. Das alles lässt sich nicht organisieren. Den Geschmack der Menschen kann man nicht organisieren, die Zeit in der wir leben können wir nicht organisieren. Alles ändert sich heute sehr schnell. Aber wenn man als Künstler etwas zur richtigen Zeit macht, kann in der Geschichte ein wichtiger Moment passieren. Nehmen wir die Renaissance: Botticelli ,,la Primavera”! Mit diesem Gemälde geschieht in diesem einem Moment alles zusammen. Mit ,, la Primavera” von Botticelli geht eine Tür auf in eine andere Zeit. Das hatte Botticelli selbst auch nicht gedacht. Er hat das Gemälde gemalt, ein sehr gutes Gemälde und in diesem Moment, zu dieser Zeit, mit den Menschen und anderen Künstlern um sich herum, an diesem Ort in Florenz. Er hat es geschafft – heute ist Botticellis Primavera ein Meisterwerk der Renaissance. Es ist ein ikonisches Bild dieser Epoche.

TR: Wenn ich Dich richtig verstehe, ist es kein Zufall, sondern der Künstler ist ein Seismograph der jeweiligen Zeit.

Wim Pijbes und Thomas Rusche vor Rembrandts ,,Nachtwache''. Foto, Lars Beusker

Wim Pijbes und Thomas Rusche vor Rembrandts ,,Nachtwache”. Foto, Lars Beusker

WP: Zufall ist ein gutes Wort. Künstler sind die Leute, denen es zufällt. Sie haben einen Schlüssel zu all den Ingredienzen und sie haben ein besonders intensives Verständnis für die jeweilige Zeit. Dann bringen sie das alles zusammen und es kommt etwas heraus, das sie vielleicht selber noch gar nicht durch und durch verstehen. Aber später, vielleicht innerhalb einer Generation, wird jeder sagen: ,,Das ist es!” Es passiert in diesem Moment eine Wende in der Geschichte. Und dieses Bild oder dieses Stück Musik wird der Schlüssel, um eine Epoche zu ändern. Künstler sind empfindlich und empfänglich für seismografische Veränderungen.

TR: Erkennt man erst aus der Retrospektive welche Relevanz, welche mythische und mystische Erkenntnis der Künstler in dem Moment hatte?

WP: ,,Le sacre du printemps” von Strawinsky – das war so ein Skandal bei der ersten Aufführung: Erfolg durch Skandal gibt es auch in der Kunst. Und dann ist es einmsolcher Schock, ein kontroverse Erfahrung. Jeder ist dabei, alle Kritiker sind dabei, aber sie verstehen es in diesem noch nicht. Der Künstler ist schon einen Kilometer oder gar einen Planeten weiter. Aber nachher verstehen wir vielleicht was er gemeint hat oder was überhaupt passiert ist. Es kann allerdings auch direkt ,,on the spot” passieren. Durch das Fernsehen werden wir Zeugen von wichtigen Momenten. Wie die Rede von Martin Luther King 1963 in Washington – Das ist ein Meisterwerk! Und wir sind alle Zeugen von seiner besten Rede ever – ,,I have a Dream”… Das war ein augenblicklicher Höhepunkt. Jetzt können wir auch Augenzeuge sein von Meisterwerken die sich sofort über die Medien wie Fernsehen und Internet verbereiten. Botticelli, seine Gemälde entstanden im 15. Jahrhundert, das hat Zeit gebraucht um sich zu verbreiten, die Medien damals waren ganz anders als heute. Aber jetzt, Martin Luther King ist ein gutes Beispiel. Das war historischer Moment, schwarzes Amerika, Auftritt Washington – I have dream! Kurz gut charismatisch, das ist für mich auch ein Meistwerk. Ein Instant-Meisterwerk. Vielleicht kann so etwas auch mit der Kunst in unserer Zeit geschehen.

Das Rijksmuseum in Amsterdam gehört zu den schönsten und größten Kunstmuseen der Welt. Foto, Lars Beusker

Das Rijksmuseum in Amsterdam gehört zu den schönsten und größten Kunstmuseen der Welt. Foto, Lars Beusker

TR: Wir beide sind keine digital natives und müssen uns diese Welt erarbeiten, in der unsere Kinder groß werden. Ich versuche das zurzeit durch instagram und werde von einer Bilderflut überschüttet. Wir haben heute eine sehr schnelle Verbreitung von Bildern, die vielleicht in dem Moment Bedeutung haben, aber morgen irrelevant sein können.

WP: Aber es gibt immer wieder Meisterwerke und es gibt immer wieder ikonische Werke!

TR: Und was unterscheidet diese ikonischen Bilder, die sich durchsetzen?

WP: Es gibt sehr viele Bilder am Tag, die wir bei instagram oder Facebook, die wir einfach nur sehen, aber es gibt auch immer Bilder, die uns stark berühren und eine Betroffenheit auslösen. Diese Bilder haben heute eine andere Qualität, als früher. Heute sind wir globalisiert und sehr schnell. Wenn jetzt ein Bild zur Ikone wird, dann spricht es sogleich ein globales Publikum an. Ikonisch fand war Beyonce bei der Eröffnung des Superbowls. Der Moment erinnerte irgendwie an Martin Luther King. Sie sang: ,,Alright ladies let’s get in formation…” Da kamen zwei starke Energien, die in unserer Welt sehr wichtig sind: Frauen und Diskriminierung auf Grund der Hautfarbe. Diese beiden Themen zusammen mit solch einer Powerfrau. Beyonce gibt unserer Zeit ein Gesicht. Sie zeigte es auf dem Podium das weltweit die beste und größte Tragweite hat: Die Eröffnung des Superbowls in Amerika. Eine Show wie ein direkter Schlag ins Gesicht, mit einer Botschaft und Emotionen. Das ist für mich ein ikonisches Bild und auch ein Meisterwerk. Genau wie es auch Botticelli gemacht hat, in Florenz der Welthauptstadt der Renaissance. Für mich sind Botticelli und Beyonce dasselbe. Ich meine natürlich nicht aus kunsthistorischer Sicht. Aber die beiden machten in der Geschichte einen ähnlichen Vorwärtsschritt.

TR: Du hast die zeitgenössische Kunst in den Tempel der holländischen Malerei des 17. Jahrhunderts geholt. Welche Erfahrungen hast Du mit diesen Dialogen des Alten und des Zeitgenössischen gemacht?

WP: Wir haben eine lange Tradition, weil das Museum ein altes Haus ist. Unsere Sammlung inspirierte schon früher all die Großen wie van Gogh, Picasso, Willem de Kooning und heute auch die Zeitgenossen wie Anselm Kiefer, Damien Hirst oder jetzt gerade Anish Kapoor, den wir zurzeit in einem Dialog mit Rembrandt ausstellen. Die größten Künstler unserer Zeit kommen gerne in das Rijksmuseum und das stimuliert ja auch.

TR: Du hattest als Gründungsdirektor zur Wiedereröffnung im 21. Jahrhundert die Umgestaltung des Museums begleitet und den Neuanfang und die Neupositionierung vorgenommen. Was waren die kardinalen Schrauben, an denen Du gedreht hast?

WP: ,,Offen” ist mein Thema. Als ich 2008 angefangen habe, war das Gebäude ,,zu”. Es war eine sehr schwierige Zeit mit der Renovierung und der Finanzierung. Es war davor schon fünf Jahre zu und ich brauchte noch mal ein paar Jahre, um es wieder zu eröffnen. Erstens Offen: Gebäude offen. Zweites Offen: Institution offen für die Welt und für Veränderungen. Dafür brauchte ich Leute mit einem open Mind, einem offenen Geist. Und drittes Offen: eine offene Sammlung. Wir sind das erste und auch das größte Museum der Welt, das im Internet die ganze Sammlung veröffentlicht hat und jede zur Verfügung stellt.Wenn jemand eine Krawatte mit dem Bild der „Nachtwache” machen möchte, sage ich: „prima, leg los“. Muss ich was bezahlen? Nein, es ist kostenlos! Alles ist frei. Offiziell gehört es der Stadt Amsterdam, aber es ist ein Welterbe, ein Weltkulturerbe. Also gehört es jedem Menschen auf der Welt. Es ist logisch, dass das Original hier im Museum ist und bleibt, aber das Bild vom Original teilt man mit der Welt. Und deswegen bin ich auch so offen und liberal mit Copyrightfragen, weil die Bilder frei sind, die Objekte selbst aber nicht, die gehören zum Museum und wenn man das Original sehen möchte, muss man ins Museum kommen und früher oder später möchte man das Original sehen.

Die ,,Nachtwache'' von Rembrandt, welches der Maler 1642 fertigstellte. Zu sehen im Rijksmuseum Amsterdam. Foto, Lars Beusker

Die ,,Nachtwache” von Rembrandt, welches der Maler 1642 fertigstellte. Zu sehen im Rijksmuseum Amsterdam. Foto, Lars Beusker

TR: Die steigenden Besucherzahlen sprechen für sich. Im Rückblick auf Deine Zeit im Museum, worüber bist Du besonders glücklich, was ist Dir besonders gelungen?

WP: Vor einiger Zeit kam ich morgens mit der Straßenbahn ins Museum und passierte am Eingang einen 63 jährigen Wachmann, der seit 23 Jahren für das Museum arbeitet. Ich fragte ihn was ihm aufgefallen ist, was sich in den letzten Jahren im Vergleich zu seinen Anfängen verändert habe. Er sagte: ,,Kinder!” Heute kommen jedes Jahr 350.000 Kinder in das Museum. Und er sagte noch: ,,Da wo Kinder sind, da gibt es Leben!”  Und darauf bin ich heute besonders stolz! OK – Mission completed!

TR: Und ich darf Dir sagen: Wo auch immer ich Dich erlebt habe – wo auch immer Wim Pijbes ist, da ist auch Leben! Ich danke Dir von Herzen für dieses Gespräch!

Thomas Rusche und Wim Pijbes verbindet eine langjährige Freundschaft und das  Interesse an Meisterwerken. Foto, Lars Beusker

Thomas Rusche und Wim Pijbes verbindet eine langjährige Freundschaft und das Interesse an Meisterwerken. Foto, Lars Beusker

 

Sehen Sie hier das Video zum Interview auf dem SØR Youtube Kanal:

 

 

http://instagram.com/soer_rusche

http://soer.de

https://www.rijksmuseum.nl

Schneiders Salzburg – Vergangenheit und Gegenwart vereinen

Feiner Cashmere-Janker in Loden-Optik von Schneiders. Foto, Schneiders

Feiner Cashmere-Janker mit ,,Salz/Pfeffer” Strucktur von Schneiders. Foto, Schneiders

Eins steht schon mal fest: Das Traditionslabel Schneiders wird uns diesen Herbst um einiges verschönern!

Zum seinem 70. Geburtstag präsentiert das Salzburger Familienunternehmen eine Kollektion in der sich Gegenwart und Vergangenheit vereinen.

Passend zum Thema hat das Designteam eine kleine, feine Heritage Capsule Collection entwickelt. Inspiriert durch die reichhaltige Geschichte von Schneiders entstand eine Gruppe von Modellen mit Anleihen an den „Dirtl-Trench“, benannt nach dem bekannten österreichischen Speedway- Motorrad-Europameister, Fritz Dirtl, aus den 50er–Jahren und angelehnt an die damaligen Regenmäntel der Schneiders Marke Delphin, die damals mit einem besonderen Slogan beworben wurde: „Von Bregenz bis Wien, bei Regen Delphin!“ 

Womit alles begann...Relaunch des Regen-Trench-Klassikers ,,Delphin'' von Schneiders

Womit alles begann…Relaunch des Regen-Trench-Klassikers ,,Delphin” von Schneiders

Die Herren Herbst/Winter Kollektion 2016/17  entspricht einem ,,Modern Authentic Look”. Markant männliche Farben wie Marine, Oliv, Bordeaux und Schwarz werden von subtilen Tönen wie Hellgrau, Beige und Blaugrau begleitet. Die körpernahe und adrette Schnittführung, die in den 1950er Jahren entwickelt wurde, trifft auf sportiven Zeitgeist – Im Sinne von: Rudolf Prack meets Ryan Gosling!

Derber Strick trifft auf feinste Loden - Wolljanker von Schneiders. Foto, Schneiders

Derber Strick trifft auf feinste Loden – Wolljanker von Schneiders. Foto, Schneiders

 

SØR kombiniert den Strick-Janker mit feinem Cashmere-Jumpern und Velourleder Stifeletten. Foto, Lars Beusker

SØR kombiniert den Strick-Janker mit feinem Cashmere-Jumpern und Velourleder Stifeletten. Foto, Lars Beusker

Bei den Damen setzt Schneiders auf zarte Erdtöne zwischen denen sattes Bordeaux, kräftige Beerenfarben und feuriges Chilli akzentuiert auftauchen. Körperbetonte und graziöse Formen verbinden sich mit cosy Materialien wie Cashmere-Loden, Strick-Jersey, Lana-Cotta, Samt und Lammfell.

Zarte erdige Töne werden subtil mit warmen und satten Farben akzentuiert. Foto, Schneiders

Zarte erdige Töne werden subtil mit warmen und satten Farben akzentuiert. Foto, Schneiders

Moderne Woll-Techno-Mischung mit einer interessanten „Salz- und Pfeffer-Struktur“ Mäntel und Jacken aus offenkantig verarbeiteter, gekochter Wolle (Lana Cotta) gehören zu den verwendeten Materialen. Genauso wie Wolle in Strickoptik, topaktuell und sehr komfortabel. Manchmal wird sie auch aufwendig überfärbt. Der italienische Luxusweber Colombo liefert reines Cashmere mit extrem weichem Griff und 100% Cashmere in neuer Lodenoptik. Für das neue Loro Piana Storm System wird eine extrafeine Anzugware mit Cashmereanteil mit einer wind- und wetterabweisenden Abseite versehen. Die gleiche hochwertige Qualität wird für ein Modell mit Watte aus reiner Wolle versteppt.

Gesteppte Parka-Jacke aus reiner Wolle mit feinem Rexkanin Kragen. Foto, Scheiders

Gesteppte Parka-Jacke aus reiner Wolle mit feinem Rexkanin Kragen. Foto, Scheiders

SØR empfiehlt: Kombinieren Sie die winterfeste Parka-Jacke von Schneiders mit hellen Grautönen oder sattem Bordeauxfarben. Foto, Lars Beusker

SØR empfiehlt: Kombinieren Sie die winterfeste Parka-Jacke von Schneiders mit hellen Grautönen oder satten Bordeaux- und Beerenfarben. Foto, Lars Beusker

In Leichtdaune und Stepp geben neue Silhouetten und Material-Mix den Ton an. Besonders innovativ ist die Kombination von den modernen Techno-Materialien und klassischem Lammfell.

Hält jedem Wetter stand! Moderner Parka mit Lammfellkapuze und Manschetten. Foto, Schneiders

Hält jedem Wetter stand! Moderner Parka mit Lammfellkapuze und Manschetten. Foto, Schneiders

Janker reloaded! Längst hat sich klassische Trachtenkleidung auch außerhalb der Gebirgssphären etabliert. Gewaschener Samt, gewaschene reine Baumwolle, offenkantig verarbeitete Wolle. Reines Cashmere von Colombo, klassicher Tuchloden, Amaretta und echtes Ziegenvelours-Leder runden die Stoffpalette ab.

Janker aus gewaschenem Samt, lässig mit Denim kombiniert. Foto, Schneiders

Janker aus gewaschenem Samt, lässig mit Denim kombiniert. Foto, Schneiders

Besonders gut machen sich zu dem feinen Samtmaterial des Jankers, derbe Lederboots. Foto, Lars Beusker

Besonders gut machen sich zu dem feinen Samtmaterial des Jankers, derbe Lederboots. Foto, Lars Beusker

Die neue Schneiders Kollektion macht große Lust auf ausgedehnte Spaziergänge in herbstlichen Wäldern oder lange Abende vor dem Kamin. SØR sagt: Happy Birthday Schneiders und gratuliert zu einer Kollektion die es auf berauschende Weise schafft, Tradition und Innovation miteinander verschmelzen zu lassen!

http://shop.soer-online.de/NEW/HERBST-PRE-VIEW-MAN/?p=1

http://shop.soer-online.de/Storefinder

http://instagram.com/soer_rusche

http://www.schneiders.com/

60 Jahre SØR – Eine Chronik des guten Stils

60Jahre_414x380

In 60 Jahren ist  SØR zu einer wahren Institution der Kleidungskultur gewachsen und verbindet die angesagten Trends mit den Klassikern der Damen- und Herren-Mode. Dabei schöpft das Familien-Unternehmen, das heute in der 4. Generation von Thomas Rusche geführt wird, aus seiner langjährigen Erfahrung als Marktführer im Premium-Segment und einer Tuchhändler-Tradition, die bis 1897 zurückreicht und seinen Nachkommen das Kleidergen vererbt hat.

Seit 60 Jahren dient SØR der Kleidungskultur und steht für höchste Qualität und exzellente Beratung. Foto, Lars Beusker

Seit 60 Jahren dient SØR der Kleidungskultur und steht für höchste Qualität und exzellente Beratung. Foto, Lars Beusker

1956 Egon Rusche eröffnet am 17. Mai den ersten SIR-Herrenausstatter im Bielefelder Ratscafé. Unterstützt wird er bei diesem mutigen Schritt von Doris Menke, einer jungen und talentierten Mitarbeiterin aus dem väterlichen Unternehmen. Nach einigen Hürden bezüglich der Finanzierung gelingt es den beiden ihre Vision, von einem eleganten Herrenausstatter, in der traditionsreichen Textil- und Wäschestadt Bielefeld zu realisieren. Die Geschäftsidee, internationalen Chic ohne Chichi in Ostwestfalen zu etablieren, scheint durchaus chancenreich. Das Sortiment richtet sich an Herren mit Geld und Geschmack, und die sind in der Zeit des deutschen Wirtschaftswunders reichlich vorhanden. Zwar wird am Tag der Eröffnung nur ein einziges Paar Strümpfe im Wert von 4,90 DM verkauft, doch davon lässt sich das junge Unternehmerpaar nicht entmutigen.  Mit Fleiß, guten Ideen und einem besonders ausgeprägten Sinn für guten Stil verwandeln Egon und Doris ihren Herrenausstatter in ein umsatzstarkes Unternehmen.

Doris und Egon Rusche 1961. Voll und ganz zufrieden genießen die beiden ihren Sylt-Urlaub. Kein Wunder, die Geschäfte laufen bestens und beiden sind frisch vermählt. Foto, SØR

Doris und Egon Rusche 1961. Voll und ganz zufrieden genießen sie ihren Sylt-Urlaub. Kein Wunder, die Geschäfte laufen bestens und die beiden sind frisch vermählt. Foto, SØR

Die 1960er Jahre

Mit gerade mal 25 Jahren eröffnet Egon Rusche seine 4. SIR Filiale neben Bielefeld, Hannover und Osnabrück in Minden. 1961 heiraten Egon und Doris und ziehen in die erste Etage des Oelder Kaufmannshauses Am Markt, in dem Egon auch die erste SIR-Verwaltung einrichtete. Doris Rusche kümmert sich fortan um den Einkauf für die Filialen. Mit ihrem unnachahmlichen Gespür für elegante Mode, die einen Mann nicht verkleidet, sondern seine Persönlichkeit unterstreicht, öffnet sie sich die Türen zu den großen internationalen Luxusmarken. Das von Doris Rusche zusammengetragene SIR Sortiment entspricht der klassisch britischen Ausstattertradition, die sie mit einer italienischen Note zu verfeinern versteht.

Feine SIR Seiden-Krawatten aus den 1950er Jahren. Fotos, SØR

Feine SIR Seiden-Krawatten aus den 1950er Jahren. Fotos, SØR

Neben vielen Sortiments-Innovationen gelingt es ihr, als weiblicher Pionier der Herrenmode, die angelsächsischen Boxershorts in Deutschland einzuführen. Egon Rusche erfüllt sich seinen persönlichen Business-Traum und übernimmt den traditionsreichen Hamburger Herrenausstatter Oscar Lenius samt Schneideratelier.

1968 erfüllt sich Egon Rusche seinen Traum und übernimmt das 1897 gegründeten Luxus-Herrenausstatter Oscar Lenius in Hamburg. Foto, SØR

1968 erfüllt sich Egon Rusche seinen Traum und übernimmt den 1897 gegründeten Luxus-Herrenausstatter Oscar Lenius in Hamburg. Foto, SØR

Sein Vater Anton Rusche II stirbt 1964 und hinterlässt seinem Sohn eine umfangreiche Sammlung alter Gemälde. Auf Rat des Kunstexperten Dr. Walter Bernt entscheidet er sich zukünftig auf das Sammeln von Niederländischer Malerei des 17. Jahrhunderts zu konzentrieren. Kurz bevor das erfolgreiche Unternehmen sein 10jähriges Bestehen feiert, zieht das Bielefelder Geschäft vom Ratscafé in das historische und weitaus größere Crüwellhaus um. Weit seiner Zeit voraus, etabliert das junge Unternehmen die SIR Eigenmarke. Mit ihrem Team entwickelt Doris Rusche stilsichere Kollektionen von perfekter Passform und Verarbeitung.

Die Einflüsse der britischen Kleidungskultur sind deutlich zu erkennen. Eine Werbe-Kampagnen von SØR in den 1970er Jahren. Foto SØR

Die Einflüsse der britischen Kleidungskultur sind deutlich zu erkennen. Eine Werbe-Kampagne von SØR in den 1970er Jahren. Foto SØR

Zum Ende des Jahrzehnts wird es noch einmal unruhig – nach einem dreijährigen Rechtsstreit mit dem Dufthersteller 4711 muss Egon Rusche seinen Firmennamen an das Herrenparfüm SIR abtreten. Nach einigen nicht zufriedenstellenden Namens-Alternativen überkommt ihn beim Frühstück dank des SmØrebrØd (Knäckebrot) der rettende Gedankenblitz. So soll SIR in Zukunft als SØR buchstabiert werden. Dieser identitätsstiftende Schub lanciert den neuen Namen zum Markenzeichen: Das Ø ist bis heute der prägnante Bestandteil des Logos.

Aus SIR wird SØR! Das norwegische Ø stilisiert das neue Logo. Foto, SØR

Aus SIR wird SØR! Das norwegische Ø stilisiert das neue Logo. Foto, SØR

Die 1970er Jahre

SØR überschreitet die 10 Millionen DM Umsatzmarke. Neben weiteren Filial-Eröffnungen in München, Nürnberg und Würzburg  bekennt sich Egon Rusche zu seiner Heimatstadt Oelde und baut das Stammhaus (1490 erbaut) der Familie Rusche zum SØR Herrenausstatter aus.

1652_14

Die kompetente und diskrete Beratung, die hochwertigen Materialien und die exzellenten Kollektionen ziehen viele berühmte Persönlichkeiten in den modischen Bann. Große Namen wie Heinz Rühmann, Herbert von Karajan, der Schah von Persien, Axel Springer, Wim Tölke und der Fürst von Thurn und Taxis finden sich im Stammkunden-Verzeichnis. In den neugestalteten SØR Häusern in München und Wiesbaden wird erstmals Carrara-Marmor im Schachbrettmuster verlegt.

Der Schachbrettboden aus Carrara Marmor ist bis heute eine prägnantes Detail des Innendesigns der SØR Häuser. Foto, Lars Beusker

Der Schachbrettboden aus Carrara Marmor, wie z. B. im SØR Flagship-Store Hannover, ist bis heute eine prägnantes Detail des Innendesigns der SØR Häuser. Foto, Lars Beusker

Eine Bordellszene des niederländischen Barockmalers Hendrik Gerritsz inspiriert Egon Rusche zu diesem Boden-Design, welches bis heute, neben den original englischen Antiquitäten,  das Ambiente der SØR Häuser deutschlandweit bestimmt. Erstmals erscheint 1977 der SØR Katalog und beflügelt die Umsätze. SØR übernimmt das Modehaus Kock in Oldenburg. Eine Entscheidung, die Egon Rusche erstmals gemeinsam mit seinem damals 16jährigen Sohn Thomas Rusche trifft. 

Die 1980er Jahre

Dieses Jahrzehnt beginnt mit der sortimentspolitischen Profilierung. Ab sofort gibt es bei SØR das NOS-Sortiment (Never out of Stock). Dazu zählen der SØR Tuchblazer, die SØR Flanellhose, der SØR Budapester-Schuh, das SØR Businesshemd und der SØR Lederlumber, die unabhängig von saisonalen Modeströmungen für den unverfälschten SØR Stil stehen. Das Niederlassungsnetz ist auf 20 Geschäfte angewachsen. Dennoch, nach 25 Jahren Erfolgsgeschichte, muss SØR im Jahr 1982 ein Umsatzminus verkraften und das seit Bestehen schwierigste Geschäftsjahr meistern. Egon und Doris Rusches Sohn Thomas beginnt das Studium der Wirtschaftswissenschaften und der Philosophie an der Universität Fribourg in der Schweiz. Das Oscar Lenius Haus in Hamburg zieht vom Ballindamm an den Neuen Wall.

Der jungendliche Thomas Rusche (mitte) wird schon parallel während des Studiums zum Top-Manager. Mit auf dem Bild, die stolzen Eltern Doris und Egon Rusche. Foto, SØR

Der jugendliche Thomas Rusche (Mitte) wird schon parallel zu seinem Studium zum Top-Manager. Mit auf dem Bild die stolzen Eltern Doris und Egon Rusche. Foto, SØR

Die Universität Osnabrück veröffentlicht eine Studie bezüglich der Verweildauer vor Schaufenstern, sie ist vor keinem Fachgeschäft so hoch wie bei SØR. Thomas Rusche steigt parallel zu seinem Hauptstudium in das Familienunternehmen ein. Neben der Entwicklung des SØR Leitbildes führt er die Computertechnologie in das Unternehmen ein. Kurz darauf übernimmt er die Präsidentschaft der International Menswear Group (IMG) und richtet im Folgejahr die Weltkonferenz der Herrenausstatter in Hamburg, Hannover und Oelde aus. Neue SØR Häuser in Frankfurt, Mannheim und Berlin werden eröffnet. Zeitgleich wird die Werbekampagne Klassiker der Moderne entwickelt, in der zeitlos gültige Herrenausstattungen mit Möbeldesignklassikern von Marcel Breuer, Charles Rennie Mackintosh, Eileen Grey u.a. zu einer imagefördernden Einheit verschmelzen. 

Zwei Klassiker der Moderne - Der SØR Dopplereiher und der ''Wassily'' Chair von Marcel Breuer, vereint in einer SØR Werbekampagne von 1989. Foto, SØR

Zwei Klassiker der Moderne – Der SØR Dopplreiher und der ”Wassily” Chair von Marcel Breuer, vereint in einer SØR Werbekampagne von 1989. Foto, SØR

Die 1990er Jahre

Thomas Rusche verfasst unter dem Pseudonym Oscar Lenius das SØR Brevier der Kleidungskultur, welches 1991 auf der Frankfurter Buchmesse erscheint. In kurzer Zeit avanciert das kleine Büchlein zum internationalen Klassiker unter den Ratgebern und wird zur Diplomatenausbildung wie auch zur Personalschulung von SØR Mitbewerbern eingesetzt.

Kleines SØR Brevier der Kleidungskultur

Kleines SØR Brevier der Kleidungskultur

Gemeinsam mit Christiane Herzog initiiert Thomas Rusche die SØR Benefiz Galakonzert-Reihe mit internationalen Solisten und Orchestern zugunsten der Mukoviszidose-Hilfe. SØR wird zu den Marken des Jahrhunderts gezählt und in die Königsklasse deutscher Produkte aufgenommen.

Wappen klein

Das SØR Wappen wird entwickelt und erhält das Motto Vestis Virum Reddit – Das Kleid macht den Mann (Quantilian). Prof. Dr. Hans-Joachim Raupp veröffentlicht als Herausgeber eine 5-teilige Dokumentationsreihe zu den Werken Niederländischer Meister des 17. Jahrhunderts der SØR Rusche Sammlung. Internationale Museen u.a. in North Carolina, Rotterdam, Athen, Haarlem stellen Gemälde der Sammlung aus.

CD's der Reihe SØR Meisterkonzerte. Foto, SØR

CD’s der Reihe Internationale SØR Meisterkonzerte. Foto, SØR

Überraschend stirbt mit 61 Jahren Egon Rusche, der SØR von der ersten Minute bis zum letzten Tag geprägt und mit seinem Lebenswerk ein Fundament für die Zukunft des Unternehmens erschaffen hat. Im Rahmen des 45. Weltkongresses der International Menswear Group wird die SØR Ausstellung der Kleidungskultur in Berlin eröffnet. Thomas Rusche lernt auf einem Empfang den niedersächsischen Ministerpräsidenten Gerhard Schröder kennen und lädt ihn zu den Brioni-Schneidertagen ins SØR Haus Hannover ein, und die Geschichte des Brioni-Kanzlers beginnt. Die SØR Verwaltung zieht innerhalb Oeldes um und nennt sich ab sofort  SØRVICECENTER. Der neue Firmensitz ist ein im Bungalowstil der 50er Jahre gebautes Industrie-Objekt, umgeben von viel Grün und mit viel Platz. 

Die 2000er Jahre

Mit Christoffer Siebert und Thomas Knoerich kommen zwei neue Manager in die Geschäftsführung, die ein gemeinsames Ziel haben: das Vertriebsnetz der  SØR Geschäfte zu optimieren. Thomas Knoerich erweitert das Sportswear-Segment, und der Umsatz verdreifacht sich. In den Urlaubsregionen Sylt, Norderney und Timmendorf werden SØR Häuser eröffnet, deren Fokus im Sortiment sich auf Freizeitkleidung richtet.

Ausgezeichnet zum Wissensmanager 2005 Dr. Thomas Rusche (rechts). Foto Commerzbank

Ausgezeichnet zum Wissensmanager 2005 Dr. Thomas Rusche (rechts). Foto Commerzbank

 

Thomas Rusche wird von der Financial Times, dem Wirtschaftsmagazin Impulse und der Commerzbank zum Wissensmanager 2005 gekürt und beginnt die Niederländischen Meister des 17. Jahrhunderts seiner Sammlung mit Zeitgenössischen Werken junger Künstler aus Berlin und Leipzig in den Dialog zu stellen.  SØR eröffnet die Filialen am Frankfurter und Düsseldorfer Flughafen. Und das 50. Firmenjubiläum wird groß im ersten SØR Store in Bielefeld zelebriert.

50 Jahre SØR - Das gotische Crüwellhaus in Bielefeld während der Jubiläumsfeier 2006. Fotos, SØR

50 Jahre SØR – Das gotische Crüwellhaus während der Jubiläumsfeier 2006. Fotos, SØR

SØR startet mit dem  SØR Woman Konzept. Thomas Rusches Sohn Heinrich Rusche nimmt zum ersten mal am Weltkongress der International Menswear Group in Toronto teil. In Gera findet die erste Dialogausstellung mit den Alten Meistern und Zeitgenossen der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin statt. Fast zeitgleich zeigt das Landesmuseum Hannover zum Thema Kleidungskultur die SØR Ausstellung Begehrte Männer. Und Thomas Rusche führt 2009 beim ersten  SØR Kunstgang durch die Berliner Sammlungs-Repräsentanz. Ein Jahr später findet auch in der Galerie des Oelder Stammhauses der erste Kunstgang statt. Der SØR Online Store wird aktiviert.

Die Ausstellung ''Eros & Thanatos'' mit den Werken der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin wird 2012 zum Frühlingsrundgang der Baumwollspinnerei eröffnet und lockt tausende Besucher an. Foto SØR

Die Ausstellung ”Eros & Thanatos” mit den Werken der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin wird 2012 zum Frühlingsrundgang der Baumwollspinnerei eröffnet und lockt tausende Besucher an. Foto SØR

Zum Auftakt des Frühjahrsrundgangs der Baumwollspinnerei Leipzig eröffnet auf dem Gelände die große Ausstellung Eros & Thanatos mit den Werken der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin, kuratiert von Prof. Wolfgang Ullrich und den Studierenden der Kunsthochschule Karlsruhe. The Label Book of Clothing Culture erscheint im Rahmen der Frankfurter Buchmesse.

"The Labelbook of Clothingculture", Herausgeber Thomas Rusche, erschienen im Daab Verlag, Photo by SØR

“The Labelbook of Clothing Culture”, Herausgeber Thomas Rusche, erschienen im Daab Verlag, Photo by SØR

Herausgeber Thomas Rusche vereint in diesem kapitalen Werk die besten Manufakturen, die sich der Kultur des Kleidens widmen. Große Namen wie Ludwig Reiter, Borsalino, van Laack und Barbour sind genauso vertreten wie die hidden Champions der Kleidungskultur.  Das erste SØR Woman/Man Journal mit spannender Mode für sie und ihn und interessanten Features zum Thema Kunst und Mode erscheint.

Christian Achenbachs Bild »Lille Pige ved vinduet«, 2013, Öl auf Leinwand, 50 x 40 cm, SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin, ziert das aktuelle Cover des SØR Magazins Photo by SØR

Christian Achenbachs Bild »Lille Pige ved vinduet«, 2013,
Öl auf Leinwand, 50 x 40 cm, SØR Rusche Sammlung
Oelde/Berlin, ziert das aktuelle Cover des SØR Magazins Photo by SØR

 In Nürnberg findet auf dem ehemaligen AEG Gelände die Ausstellung ”Gute Kunst? Wollen!” statt. Die von der Kunsthistorikerin Dr. Teresa Bischoff kuratierte Ausstellung zeigt auf 5.000 qm Werke und untersucht anhand der Werke der SØR Ruscha Sammlung Oelde/Berlin, welche Kriterien gute Kunst ausmachen. Der Hamburger SØR Flagship-Store Neuer Wall 50 eröffnet wieder nach einer Umbauphase und integriert im Haus den neuen windsor. Shop. 

windsor. bei SØR - Am Neuen Wall in Hamburg. Foto, Lars Beusker

windsor. bei SØR – Am Neuen Wall in Hamburg. Foto, Lars Beusker

2016

Mit Art meets Fashion startet SØR ein Projekt, in dem die Kunst und die Mode sich gegenseitig bereichern sollen – zukünftig sollen alle 62 SØR Häuser deutschlandweit mit Werken der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin kuratiert werden. Den Auftakt machen das SØR Haus in Nürnberg und in Hamburg am Neuen Wall. SØR feiert sein 60jähriges Bestehen mit außergewöhnlichen Jubiläumsangeboten, besonderen Events und exklusiven Kunstführungen.

Im SØR Flagship-Store Neuer Wall, Hamburg wird die elegante Mode jetzt umrahmt von guter Kunst

Im SØR Flagship-Store Neuer Wall, Hamburg wird die elegante Mode jetzt umrahmt von guter Kunst

 

Feiern Sie mit uns und lassen Sie sich ein, auf eine spannende Reise durch 60 Jahre guten Stil!

http://shop.soer-online.de/

http://shop.soer-online.de/Storefinder

https://www.instagram.com/soer_rusche/

https://www.facebook.com/soer24

Art meets Fashion – Die SØR Rusche Sammlung zu Gast bei SØR

IMG_9119

In guter Gesellschaft – befindet sich der klassische SØR Anzug mit den Werken von Wolfgang Ellenrieder und Markus Saile

Mit Art meets Fashion startet SØR ein einzigartiges Projekt, welches die Kunst und Mode unter einem Dach vereint.

Bisher wurde die über 5.000 Werke der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin ausschließlich in internationalen Museen, namenhaften Institutionen oder in der Berliner und Oelder Repräsentanz der Sammlung gezeigt.
Der Kunstsammler und SØR Inhaber Thomas Rusche ist jedoch schon immer der Meinung, dass sich die Kunst und die Mode sehr bereichern können, man muss sie nur zusammenführen.
SØR_Journal_Wand

Das Werk ,,Durchgang II” von Daniel Behrendt

Und genau das wird jetzt bei SØR geschehen. Die über 60 Filialen deutschlandweit werden, nach und nach, von namenhaften Kuratoren mit erstklassiger Kunst der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin versehen. So bildet SØR in Zukunft einen kulturstarken Rahmen für elegante Mode und bietet seinen Kunden ein anspruchsvolles und kreatives Ambiente.

Englische_ecke

Werke der Malerin BEZA und des polnischen Künstlers Michal Jankowski zieren die Englische Sitzgruppe

Der Sammler und SØR Inhaber Thomas Rusche während der Führung durch die kuratierten Räume des SØR Hauses am Neuen Wall - Mode und Kunst zusammen zu führen ist sein Anliegen. Friederike zu Solms (links) und Prof. Dr. Michaeal Göring (rechts) hören gespannt zu.

Der Sammler und SØR Inhaber Thomas Rusche während der Führung durch die kuratierten Räume des SØR Hauses am Neuen Wall – Mode und Kunst zusammen zu führen ist sein Anliegen. Friederike zu Solms (links) und Prof. Dr. Michael Göring (rechts) hören gespannt zu.

Den Auftakt machten der SØR Flagship-Store Hamburg, Neuer Wall 50 und das SØR Haus Nürnberg, Kaiserstraße 10. mit den Werken von folgende Künstlern:
Blusen_Stange

Ein Bild von Stefan Kübler

Hamburg:

Basia Bańda | Grant Barnhart | Daniel Behrendt | BEZA | Ina Bierstedt | Steven Black | Carlos De los Ríos | Marc Desgrandchamps | Wolfgang Ellenrieder  |Ralph Fleck | Marcel Gähler | Philip Grözinger | Thea Gvetadze | Gabi Hamm | Julius Hofmann | Kurt Hofmann | Nicolai Huch | Michał Jankowski | Joanna Jesse | Bernd Kirschner | Henning Kles | Anna Kott | Peter Krauskopf | Stefan Kübler | Wen Ling | Dieter Mammel | Kylie Manning | Bettina Marx | Jochen Mühlenbrink | Justine Otto | Florian Pelka | Carlos Perez | Olaf Quantius | Claudia Rößger | Markus Saile | Titus Schade | Robert Seidel | Tanja Selzer | Stefan Stößel | Kathrin Thiele | Johannes Tiepelmann | Alexander Tinei |  Steffi Weigel

Ansicht aus dem SØR Haus Nürnberg

Ansicht aus dem SØR Haus Nürnberg

Nürnberg:

Donata Benker | Jenny Brillhart | Lukas Bugla | Tom Ellis | Slawomir Elsner | Kai Klahre | Pawel Ksiazek | Jan Muche | Gavin Nolan | Martin Schepers | Torsten Solin | Christine Streuli | Steve Viezens | Alexander Ernst Voigt

 

Der SØR Flagship-Store Hamburg ist jetzt ein Haus der Mode und der Kunst

Der SØR Flagship-Store ist jetzt ein Haus der Mode und der Kunst

Die Arbeit von dem Leipziger Künstler Robert Seidel integriert  sich perfekt in das modische Ambiente.

Die Arbeit von dem Leipziger Künstler Robert Seidel integriert sich perfekt in das modische Ambiente.

Totale_Damen

Als gehörten sie schon immer dazu – Arbeiten der Künstlerinnen Tanja Selzer und BEZA

Hofmann

Ein Plädoyer für Kunst und Mode – der ”Mund” des Malers Julius Hofmann

Schleiefnschrank

Daniel Behrendt ”Hole”

Steven_black

Ein Werk des australischen Künstler Steven Black

 

 

Eine Arbeit des moldavischen Künstler Alexander Tinei krönt die aktuelle SØR Woman Kollektion.

Eine Arbeit des moldavischen Künstler Alexander Tinei krönt die aktuelle SØR Woman Kollektion.

Kleine, individuell mit original englischen Antikmöbeln eingerichtete Sitzecken , laden zum Verweilen und Entdecken ein.

Kleine individuell, mit original englischen Antikmöbeln, eingerichtete Sitzecken laden zum Verweilen und Entdecken ein.

Ganz exklusiv führte Thomas Rusche, Kunden und Gäste aus der Kultur und Wirtschaft durch die kuratierten Räume des Hamburger Flagship Stores am Neuen Wall. Anhand einer erlesenen Auswahl von über 60 Werken, erläuterte er die Verbindung zwischen Mode und Kunst.
Thomas Rusche führt die Besucher exklusiv durch die Räume des Hamburger SOR Hauses am Neuen Wall

Thomas Rusche führt die Besucher exklusiv durch die Räume des Hamburger SOR Hauses am Neuen Wall

Der Hamburger Künstler Henning Kles mit Stephan Rath von Soulsville und Buback Tonträger

Der Hamburger Künstler Henning Kles mit Stephan Rath von Soulsville und Buback Tonträger

Die Kunsthistorikerin Dr. Teresa Bischoff mit dem Filmemacher Peter Sempel

Die Kunsthistorikerin Dr. Teresa Bischoff mit dem Filmemacher Peter Sempel

Der Künstler Daniel Behrendt (rechts) und Harald Wieser, Journalist und Autor (mitte)

Der Künstler Daniel Behrendt (rechts) und Harald Wieser, Journalist und Autor (mitte)

David Pohle Herausgeber und Chefredakteur von ''der Hamburger''

David Pohle Herausgeber und Chefredakteur von ”Der Hamburger”

Prof. Dr. Michael Göring, Schriftsteller und Vorsitzender der ZEIT Stiftung

Prof. Dr. Michael Göring, Schriftsteller und Vorsitzender der ZEIT Stiftung

Galerist Ralf Krüger, Künstler Henning Kles und Filmemacher Peter Sempel

Galerist Ralf Krüger, Künstler Henning Kles und Filmemacher Peter Sempel

Haug von Kuenheim, Journalist und Autor

Haug von Kuenheim, Journalist und Autor

Thomas Rusche erläutert das Werk von Philip Grözinger

Thomas Rusche erläutert das Werk von Philip Grözinger

 Genießen Sie gute Kunst und elegante Mode und überzeugen Sie sich selbst, wie sich diese beiden Genres unter einem Dach bereichern können. Wir laden Sie herzlich ein in unsere kuratierten Häuser nach Hamburg und Nürnberg!

Das traditionelle SØR Sofa und zwei Werke von Carlos Perez und Michal Jankowski

Das traditionelle SØR Sofa und zwei Werke von Carlos Perez und Michal Jankowski

http://shop.soer-online.de/

http://shop.soer-online.de/Storefinder

https://www.instagram.com/soer_rusche/

http://shop.soer-online.de/STORIES/

Thomas Rusche empfiehlt Issue No.1

Thomas Rusche empfiehlt : In dieser Kolumne wird Thomas Rusche von seinen saisonalen Trends und Tips berichten. Foto Lars Beusker

Thomas Rusche empfiehlt : In dieser Kolumne wird Thomas Rusche von seinen saisonalen Trends und Tips berichten. Foto Lars Beusker

Als leidenschaftlicher Kunstsammler und Naturliebhaber fasziniert mich, wie es der Natur gelingt, die Kunst immer wieder aufs Neue zu prägen. Die Mode fügt dieser spannenden Liaison eine weitere Komponente hinzu: Sie bedient sich der Farb- und Formenvielfalt der Natur sowie der Kunst. Feinste Baumwoll- und Seidenstoffe werden zur Leinwand für florale Drucke, Nylonjacken und Polo-Shirts reflektieren Farbtöne von Öl und Gouache.

Thomas Rusche trägt im Fotoshooting: eine SØR Jeans, ein SØR Sakko aus Wolle, Leinen und Seide sowie ein weißes Oxford Hemd und weiße Sneaker von SØR. Foto Lars Beusker

Thomas Rusche trägt im Fotoshooting: eine SØR Jeans, ein SØR Sakko aus Wolle, Leinen und Seide sowie ein weißes Oxford Hemd und
weiße Sneaker von SØR. Foto Lars Beusker

Doch: Die Natur ist der Meister unter den Künstlern. Sie bringt Makellosigkeit hervor, wie sie niemand sonst erschaffen kann. SØR nimmt sich diese Vollkommenheit zum Vorbild. Von der Auswahl feinster Tuche für geschmeidige Sakkos, Kaschmirgarne für Lieblingspullover, Ziegenvelours für Jacken oder beste Baumwolle für Hemden – ständig sind wir für Sie auf der Suche nach dem Nonplusultra der Mode.

Schon jetzt ein Klassiker – der lässige SØR Blouson aus feinstem Ziegenleder

Schon jetzt ein Klassiker – der lässige SØR Blouson aus feinstem Ziegenleder. Foto Lars Beusker

Das zeigen die herrlich entspannten Kreationen im angesagten Washed-out-Look und die fantastischen Flower-Designs ebenso wie die modernen Janker, die jetzt absolut metropolentauglich sind – und die Liebe zur Natur, zum Outdoor-Living kennzeichnen.

Psychedelische Muster, Flower-Power und Naturmaterialien bestimmen die Mode in diesem Sommer: Hose von Cambio, Bluse von Herzensangelegenheit und Espandrilles von Palomitas

Psychedelische Muster, Flower-Power und Naturmaterialien bestimmen die Mode in diesem Sommer: Hose von Cambio, Bluse von Herzensangelegenheit und Espandrilles von Palomitas. Foto Lars Beusker

Die Hippies in den 1960er Jahren prägten ihre Generation mit freier Liebe, aber auch mit einer starken Naturverbundenheit, die sich in ihrer Kleidung reflektierte. Viel Denim, bodenlange Kleider, Kaftane und Tücher. Psychedelische Muster und Flower-Power Prints. All das finden wir auch in den aktuellen Damenkollektionen wieder – mit dem Unterschied, der Neo-Hippie legt großen Wert auf Eleganz und edle Materialien.

IVI Kleider setzen frische Akzente: Neo-Hippie Kleid aus Seide in frischen Farben und Feder-Muster

IVI Kleider setzen frische Akzente: Neo-Hippie Kleid aus Seide in frischen Farben und Feder-Muster. Foto Lars Beusker

Das junge Kölner Label IVI ist ganz neu im SØR Sortiment und besticht mit einer Luxus-Hippie Kollektion. Auch neu im SØR Woman Programm ist die Denim-Marke Bella Dahl aus LosAngeles. Die Jeanshemden, Wickelkleider und Jumpsuits in superweich fallenden Baumwoll- und Viskose-Qualitäten, haben längst die Kleiderschränke der großen Stars erobert. Perfektionieren Sie Ihren Hippie-Look z.B. eine Fransen-Lederweste von Ibana und Plateau Espandrilles von Palomitas.

Bella_dahl

Der neue Star aus L.A.: Bella Dahl Items verzaubern und mit super soften Denim-Qualitäten aus Organic Cotton. Foto Lars Beusker

Ibana_weste

Für echte Urban-Hippies – Die Fransenweste aus Veloursleder von Ibana. Foto Lars Beusker

Besonders hervorheben möchte ich in dieser Frühlings-Saison bei den Herren, die SØR Jersey Hemden. So elegant und hochwertig wie ein klassisches Hemd, so komfortabel wie ein lässiges T-Shirt– wird das SØR Jersey Hemd zum universellen Lieblings-Item. Kombinieren Sie es mit sommerlichen Chinos, Loafern und einem Sakko.

m_22-1

Kein Sommer ohne die beliebten Chinos! Sie passen perfekt zu den neuen Jersey-Hemden! Foto Lars Beusker

LB__3630

So elegant wie ein Hemd, so bequem wie ein T-Shirt – Das SØR Jersey-Hemd. Foto Lars Beusker

Im Business ist er mittlerweile das Nonplusultra für den stilvoll gekleideten Herrn – der blaue Anzug. Das SØR Model ist dezent gestreift und mit zwei Knöpfen versehen, aber bitte schließen Sie immer nur den obersten. Wählen Sie dazu ein klassisches Hemd in weiß oder helllila. Krawatte und Einstecktuch dürfen in knackigen Farben gewählt werden.

m_55-1

Schwarz war gestern – Der blaue Anzug strahlt frische Eleganz aus! Foto Lars Beusker

In der Mode ist der Frühling eine agile Zeit, in der die Lust auf fröhliche Farben, neue Schnitte und leichte Materialien von der Sehnsucht nach dem Sommer erzählen. Auch in der Kunst ist diese Zeit eine spannende Phase. Bedeutende Messen und Ausstellungen stehen in den nächsten Wochen und Monaten an, wie die ART Basel im Juni oder die Ausstellung ”Wahlverwandschaften” in der Kunsthalle des Lettischen Nationalmuseums Riga. Die von Mark Gisbourne kuratierte Retrospektive Deutscher Kunst von 1960 bis zur Gegenwart, gilt schon jetzt als ein Highlight des Kunst-Sommers.

https://www.artbasel.com/

http://www.lnmm.lv/en/aeh

Hervorzuheben ist die Ausstellungsreihe SEIN.ANTLITZ.KÖRPER – Kirchen öffnen sich der Kunst. Für dieses Projekt werden 9 Kirchen in Berlin, darunter der Berliner Dom, die Kirche St. Thomas von Aquin oder die Neue Synagoge in Berlin-Mitte, zu Museen für zeitgenössische Kunst. Auch die SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin ist als Leihgeber einer Vielzahl von Werken in dieser Ausstellungsreihe vertreten.

Sein.Antlitz.Körper. 9 Berliner Kirchen werden zu spannenden Ausstellungsorten. Am 5. Mai eröffnet die Ausstellung Ecce Homo? Ecce Homo! In der St. Canisius Kirchen mit einer Vielzahl von Werken aus der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Sein.Antlitz.Körper. 9 Berliner Kirchen werden zu spannenden Ausstellungsorten. Am 5. Mai eröffnet die Ausstellung Ecce Homo? Ecce Homo! In der St. Canisius Kirchen mit einer Vielzahl von Werken aus der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

http://sein-antlitz-koerper.de/

Genießen Sie einen aufregenden Frühling und einen fröhlichen Sommer voller spannender Kunst und anziehender Mode.

Herzlichst – Ihr Thomas Rusche

http://shop.soer-online.de/

http://instagram.com/soer_rusche

Kunst, Mensch und Natur – Der Kunsthistoriker Mark Gisbourne im Interview mit Thomas Rusche

Thomas Rusche im Gespräch mit dem Kunsthistoriker Mark Gisbourne, in der Berliner Repräsentanz der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin. Foto, Lars Beusker

Thomas Rusche im Gespräch mit dem Kunsthistoriker Mark Gisbourne, in der Berliner Repräsentanz der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin. Foto, Lars Beusker

Mark Gisbourne lebt und arbeitet in Berlin. In Stratford-upon-Avon geboren, von William Shakespeare nicht nur sprachlich geprägt. In Kunstgeschichte promoviert. Forschungsprojekte zu Alten Meistern. Universitätsdozent am ersten Lehrstuhl für zeitgenössische Kunst, Courtauld Institute, University of London, Slade School of Arts. Zuvor britischer Bobby, Teppichhändler, Franziskanermönch und Streetworker in London. Philosoph und Theologe. Ehem. President of the British Art Critics Association (AICA), Organisator des World Congress of Art Critics. Renommierter Buchautor und Kurator. Seine Biografie umfasst über 500 Publikationen und Ausstellungen. Im Sommer 2016 realisiert er eine Retrospektive zur deutschen Kunst in Riga.

TR: Mark, kannst du dich noch daran erinnern, wann Du das erste Mal mit Kunst in Kontakt gekommen bist?

MG: Ja, daran kann ich mich gut erinnern. Als sechs- oder siebenjähriges Kind bekam ich zum Geburtstag oder zu Weihnachten Puzzles geschenkt, und ich mochte vor allem jene, die Reproduktionen von Kunstwerken zeigten. (lacht)

TR: Dein herausragender Wissensschatz deckt viele Jahrhunderte der Kunstgeschichte ab. Welche Epoche würdest du persönlich als die herausfordernste beschreiben und warum?

MG: Dass ich einen vom Pantheon zur Pop-Art reichenden Überblick habe, verdankt sich dem System des Courtauld Institute of Art, London. Das ist ein außergewöhnlicher Ort: Jeder, der dort studiert, liebt ihn für seinen hohen Ausbildungsstandard mit kleinen Klassen von zuweilen nur drei oder fünf Studenten. Ich schätze einige Phasen der Kunstgeschichte sehr, aber ziehe keine einer anderen vor.

Mark Gisbourne. Foto, Lars Beusker

Mark Gisbourne. Foto, Lars Beusker

TR: Die bildende Kunst hat die Mode über die Jahrhunderte hinweg beeinflusst. Es gibt Modestile, die in großem Maße von künstlerischen Bewegungen beeinflusst oder Modeerscheinungen, die tatsächlich von Künstlern geprägt wurden.

MG: Es ist richtig, dass Warhol, Hamilton und zahllose Künstler des Pop in den 1960er Jahren einen gro- ßen Einfluss auf die Mode hatten. Das war aber nichts Neues, hatten doch schon die Romantiker, ob nun Dichter oder Maler, die Mode ihrer Zeit beeinflusst. Es gibt da eine lange Tradition: die Gecken im 18., die Dandies im 19. Jahrhundert, und so setzt sich das fort bis zu den Teddy Boys in den 50ern, den Mods und Rockern in den 60ern, dem Glam Rock und Punk der 70er, dem New Romanticism-Look der 80er – und immer so weiter. Heute fließen, ganz unabhängig davon, ob man nun über Musik, Kunst, Mode oder Film spricht, alle Stile ineinander, denn die traditionellen Begrenzungen sind porös geworden.

TR: „Kunst und Natur“ lautet das Motto des neuen SØR Journals. In welchem Verhältnis stehen beide zueinander?

MG: Kunst und Natur lassen sich thematisch nur sehr schwierig einkreisen. Meiner Ansicht nach lag Hegel nicht richtig, als er die Kunst über die Natur stellte, während er doch zugleich die offensichtliche Kraft der natürlichen Schönheit von Landschaft und Natur wahrnahm. Übereinstimmend mit Kierkegaard würde ich sagen, dass die relevante Sprache der Kunst eine ästhetische ist, die notwendige Sprache der Natur hingegen eine ethische. Das bedeutet, dass die natürliche Welt und die in ihr anzutreffenden Lebensformen von uns in moralischer Hinsicht gehegt und gepflegt werden müssen. Wir begegnen im Klimawandel der dringlichsten Aufgabe unserer Zeit. Kunst jedoch ist nicht Natur, entsteht sie doch aus mentaler und visueller Transformation, wohingegen alle Systeme der Natur bereits immanent sind; Tiere beispielsweise haben ihre Instinkte. Die Kleider, die wir tragen, sollten aus natürlichen Materialien erzeugt oder von ökologischer Herkunft sein. Ich mag da eine altmodische Haltung haben, die sich vielleicht auch aus einer religiösen Empfindsamkeit ableitet, aber ich glaube fest daran, dass die Menschheit in ihrem Potenzial Größeres ist als nur ein Widersacher der Naturgewalten. Um auf Nietzsches ästhetische Einteilung zu verweisen, würde ich sagen, dass das Verhältnis der Kunst zur Natur apollinisch sein muss (harmonisch und voneinander abhängig), zugleich lässt sich allerdings festhalten, dass viele Kunstwerke der letzten hundert Jahre aus einem dionysischen Impuls heraus entstanden sind (Verwirrung der Sinne).

BEZA, Water 2011, Bild 2

BEZA, Water II, 2011, Öl auf Holz, 21,2 x 30 cm

TR: Du hast zahlreiche Monografien über KünstlerInnen verfasst. Nach welchen Kriterien entscheidest du, ob du über einen Künstler schreibst?

MG: Es ist ein simples Kriterium. Die Frage ist stets: Interessiert mich die Kunst? Daran schließt sich jedoch die Frage an, was dieses „es interessiert mich“ bedeutet. Das meint keinesfalls: „Mag ich die Kunst?“ Es ist schon eher die Frage, ob ich durch das Schreiben über die jeweilige Kunst etwas hinzulernen kann. Ob das jedoch geschieht, weiß ich nicht immer, wenn ich mit dem Schreiben beginne. Ich habe oft Texte über Arbeiten von Künstlern geschrieben und anfänglich angenommen, die Arbeiten hätten große Tiefe und wären aufregende Entdeckungen, um dann eines Besseren belehrt zu werden. Andererseits habe ich mit dem Schreiben über das Werk mancher Künstler nur widerwillig begonnen, schließlich aber eine innere Qualität in den Arbeiten entdeckt, die mich beglückte.

TR: In einem deiner neueren Texte, einem monografischen Essay über die Künstlerin Beza beschäftigst du dich intensiv mit „Mensch und Natur“. Worin lag dabei die Herausforderung?

MG: Ich glaube, in diesem Fall habe ich nicht so sehr an die natürliche Welt gedacht, sondern eher an die innere Natur von Beza als Künstlerin. Ihre Arbeiten sind sehr körperlich. Als ich von ihren Landschaftsarbeiten schrieb, erzeugte ich eine Verbindung zu den belebten Aspekten der Natur. Ich verwendete sinnliche und flüssig anmutende Formulierungen, wie „schlangengleiche Oberfläche des Wassers“ und entwarf Gleichnisse zu ihrem Bildgegenstand der körperbasierten Posen. Das Schreiben über das Fließen der Dinge, das Im-Fluss-Sein und den körperlichen Wandel rief bei mir auch die Feststellung hervor, dass Beza ein starkes Gespür für ihr Frausein hat und lenkte die Aufmerksamkeit auf die Gaia-Prinzipien, die alle Facetten der Künstlerin leiten.

BEZA_F_10.001.O

BEZA, In between Bread, 2012, Diasec, 66 x 100 cm

TR: Beza beschäftigt sich auch mit religiösen Bildgegenständen, heute oftmals ein Tabuthema. Was glaubst du, in welcher Hinsicht kann spirituelle Kunst relevant und aussagekräftig bleiben?

MG: Nun, auch die größten Skeptiker, denen man heute begegnen kann, kommen ins Wanken, wenn sie der Beschränkung gegenüberstehen, die das Mysterium des Lebens mit sich bringt, und ziehen sich zu Voltaires „Wenn es Gott nicht gäbe, so müsste man ihn erfinden.“ zurück. Obwohl religiöse Kunst und ihre traditionellen Bildgegenstände mit verklärten Schichten der historischen Wiederholung angereichert sind, bewahrt sie sich doch die grundsätzlichen Themen unseres heutigen Alltagslebens anzusprechen. Wahre religiöse Kunst resultiert aus Reflexion und innerer Tiefe, und das muss heute nicht mehr notwendigerweise im Rahmen einer festgelegten institutionellen Struktur geschehen. Auf jeden Fall ist die Kirche, so, wie wir sie verstehen sollten, die Welt und nicht ein Gebäude. Die Relevanz der religiösen Kunst also, um auf deine Frage zu antworten, liegt darin, dass das Spirituelle immer bedeutsam ist. Bezas Bildgegenstand mag traditionell sein, aber sie fügt ihm eine hochgradig persönliche katholische Einsicht hinzu.

BEZA_M_63.001.O

BEZA, Jesus, 2010, Öl auf Holz, 20 x 16 cm

TR: Du kennst Bezas Arbeiten seit Jahren. Wie würdest du sie beschreiben?

MG: Ich glaube, in gewisser Hinsicht ist Beza eine experimentelle Künstlerin. Und wie bei allen experimentellen Zugriffen ist ihr Schaffen von unterschiedlichem Erfolg gekrönt. Bezüglich ihres Zugriffs auf den Bildgegenstand verfügt sie über ein breites Spektrum: Porträts, durch Reflexion erhöhte Landschaften, Stillleben, religiöse Themen, figurative Beschäftigungen mit dem Körper – und das alles verbunden mit einer Verschmelzung von Vergangenheit und Gegenwart. Einige ihrer aktuellen Experimente an der Schnittstelle von Fotografie und Malerei sind sehr originell und innovativ. Sie hat deutlich das, was manche einen zeitgenössischbarocken Zugriff nennen.

TR: Was glaubst du, macht die SØR Rusche Sammlung im allgemeinen Sinne aus? Wie fruchtbar ist der Dialog zwischen Alten Meistern und zeitgenössischer Kunst?

MG: Ich halte die SØR Rusche Sammlung insofern für einmalig, als die zwei repräsentierten Zeiträume sich in vielerlei Hinsicht unterscheiden. Die Motive der Künstler sind heutzutage ebenso unterschiedlich wie die Kunstkontexte. Die frühere Zeit war auf Werkstätten ausgerichtet, wohingegen die Arbeiten der Künstler heute auf persönlicher Subjektivität basieren. In der SØR Rusche Sammlung stehen die Künstler, zumeist MalerInnen, in keinem hierarchischen Verhältnis zueinander. Zudem sammelst du die Arbeiten vvon einzelnen Künstlern mit Ausführlichkeit und großer Tiefe, was einen guten Überblick erlaubt. Der Dialog zwischen dem Alten und dem Neuen ist wie alle Dialoge abhängig vom Ort, an dem er geführt wird. Alles nimmt den Klang seiner jeweiligen Zeit an, das Verhältnis von Vergangenheit und Gegenwart befindet sich immerzu im Fluss.

Lesen Sie das komplette Interview in Englisch:

Mark-Gisbourne-Interview-english-version-long

Noch bis zum 8. April 2016 ist die Solo Ausstellung ”BEZA – Bilder” in der Galerie Hübner + Hübner zu sehen.

 http://www.galerie-huebner.de/ausstellungen/aktuell

https://vfmk.org/de/shop/beza

 

 

 

Relaunch SØR Nürnberg – Tradition und Zeitgeist unter einem Dach

Der neu gestaltete SØR Store Nürnberg, setzt die Highlights der Saison gekonnt in Szene!

Der neu gestaltete SØR Store Nürnberg! Hier werden die Highlights der Saison und Kunst gekonnt in Szene gesetzt!

Am 17. Februar eröffnet, nach fast dreiwöchiger Umbauphase, der neu gestaltete SØR Store im Herzen Nürnbergs. Tradition und Zeitgeist unter einem Dach –  Angesagte Brands wie zum Beispiel Belstaff, COLMAR und Dolomite, treffen auf die Klassiker von Barbour, van Laack oder LBM 1911 (eine der ältesten Konfektionsmarken Italiens).

In die Schaufenster des Nürnberger Stores ist der Frühling eingezogen!

In die Schaufenster des Nürnberger Stores ist der Frühling eingezogen!

Feinste englische Antiquitäten bieten ein ansprechendes Pendant zu den modern gestalteten Präsentationsflächen. Erstmals setzt SØR auf eine komplette LED Lichtvisualisierung, welche die Highlights der Saison gekonnt in Szene setzt und äußerst Energiesparend ist. Zu dem typischen SØR Schachbrett-Marmorboden, gesellt sich jetzt edles Eichenparkett.

Tradition trifft Zeitgeist - der typische SØR Schachbrett Marmorboden, englische Antiquitäten, zeitgenössische Kunst und angesagte Mode, verwandeln des Store zu einem Salon der Gegenwart.

Tradition trifft Zeitgeist – der typische SØR Schachbrett Marmorboden, englische Antiquitäten, zeitgenössische Kunst und angesagte Mode, verwandeln des Store zu einem Salon der Gegenwart.

Auch in Sachen Kunst spielt der Store gekonnt mit dem Thema ”Alt und Neu” – Kupferstiche aus den vergangen Jahrhunderten treten in den Dialog mit beeindruckenden Werken von Zeitgenössischen Künstlern wie von Kai Klahre (Galerie Sturm, Nürnberg), Alex Tennigkeit, Stefan Stößl, Alexander Voigt und Christine Streuli.

P1090345

Kuratorin Dr, Teresa Bischoff in ihrem Element! Für den SØR Store stellte Sie eine wunderbare Auswahl von Kunstwerken aus der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin zusammen! Hinter ihr an der Wand hängt eine Arbeit der Schweizer Künstlerin Christine Streuli, vor ihr liegen Werke von Lukas Bugla. Foto Michael Rabenstein

Kuratiert wurde die Kunst im Store von Dr. Teresa Bischoff, die schon im vergangenen Jahr die große Ausstellung ”Gute Kunst? Wollen!” aud AEG Nürnberg, mit den Werken der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin kuratiert hatte.

Coole Eleganz für den stilvollen Herren, jetzt in Nürnberg!

Coole Eleganz für den stilvollen Herren, jetzt in Nürnberg!

Store Manager Andreas Schmid und sein Team haben die letzten drei Wochen Beachtliches geleistet und das Nürnberger SØR Haus in einen Ort verwandelt, der zum Verweilen einlädt. Der perfekte Rahmen für die neue Frühjahrs-Kollektion!

Andreas Schmid und sein Team (im  Workwear Look) haben Beachtliches geleistet.  In knapp drei Wochen haben den Store in einen visuellen Leckerbissen verwandelt!

Andreas Schmid und sein Team (im Workwear Look) haben Beachtliches geleistet. In knapp drei Wochen haben den Store in einen visuellen Leckerbissen verwandelt!

 

Bis spät in die Nacht wurde am Tag vor der Eröffnung das handwerkliche Können der SØR Mitarbeiter unter Beweis gestellt!

Bis spät in die Nacht wurde am Tag vor der Eröffnung das handwerkliche Können der SØR Mitarbeiter unter Beweis gestellt!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

IMG-20160217-WA0002

https://shop.soer-online.de/Storefinder

 

 

windsor. Der selbstbewusste Stil

windsor. Spring/Summer Campaign 2016. Photo by windsor.

windsor. Spring/Summer Campaign 2016. Photo by windsor.

windsor. steht seit Jahrzehnten für Mode die auf ganz selbstbewusste Art und Weise Understatement und Stil verbindet. Das traditionsreiche Label versteht es mit dem Zeitgeist zu gehen, die eigenen Klassiker immer wieder neu zu interpretieren und Mode zu kreieren, die überdauern wird. Wir sprachen mit Dr. Marcel Braun, dem CEO der Holy Fashion Group (windsor., strellson, Joop) über die Tradition von windsor., die neue Spring/Summer Collection und die Verbindung zu SØR!

SØR: Wie würden Sie die typischen windsor. Kunden beschreiben, welchen Stil pflegen sie und was haben sie für Ansprüche an die Marke?

Dr. Marcel Braun: Für den windsor. Kunden sind Eleganz, Qualität und Luxus, verbunden mit Understatement wichtig. Es sind Menschen, die authentisch sind und Selbstbewusstsein haben. Ihnen ist Tradition wichtig, aber nur in Verbindung mit dem Stil der Gegenwart.

windsor_SS16_DOB_Look_07

windsor. versteht es Tradition und Zeitgeist zu verbinden. Trenchcoat aus der Spring/Summer 2016 Collection, Photo by windsor.

SØR: Obwohl windsor. in den vergangenen Jahren viel modischer geworden ist und dem Zeitgeist entspricht, unterwirft sich die Marke dennoch nicht den kurzweiligen Trends. 

Dr. Marcel Braun: windsor. verbindet Zeitgeist und Tradition. Uns ist Handwerkskunst, hervorragende Qualität und beste Verarbeitung sehr wichtig – und alles natürlich verbunden mit einem modernen Design. Alles zusammen ergibt dann den typischen windsor. Look, den unsere Kunden so schätzen – zeitlos-edel und dennoch modern.

windsor. Spring/Summer 2016 Campaign, Photo by windsor.

windsor. Spring/Summer 2016 Campaign, Photo by windsor.

SØR: Eine Marke mit einer so langen Tradition, die bis 1890 zurück reicht, hat auch eine Verantwortung zu tragen. Wie würden sie die Ideologie von windsor. beschreiben und wie wird sie sich in der Zukunft entwickeln?

Dr. Marcel Braun: Seit mehr als hundert Jahren ist exklusive Handwerkskunst und perfektes Tailoring die Basis für die Marke windsor. In jeder Faser steckt die Erfahrung und Kompetenz der besten Designer, Schneider und Stofflieferanten. Jedes Teil ist ein Meisterwerk an Verarbeitung. Das war schon immer unser Anspruch und wird es auch für die Zukunft sein.

SØR: windsor. hatte schon früh damit begonnen Design über die üblichen Kollektionen hinaus zu entwickeln, wie zum Beispiel Brillen und Accessoires. Was wird uns da in Zukunft noch aus Ihrem Hause begegnen?

Dr. Marcel Braun:  Im Dezember wurde unsere erste windsor. Uhr lanciert. Eine Unisex Uhr – für Frauen und Männer. Accessoires ergänzen generell einen Look. Für uns ist es wichtig, dass sie absolut zum windsor. Stil passen. Sie müssen sehr hochwertig, elegant, unverwechselbar und zeitlos sein. Wir arbeiten auch hier ausschliesslich mit den besten Manufakturen zusammen. Im Bereich Shoes bei windsor. women beispielsweise mit Unützer und bei windsor. men mit Ludwig Reiter. Auch die Damen Taschenkollektion entwickelt sich hervorragend und wird immer wichtiger. Mit der Frühjahr/Sommerkollektion 2016 wird windsor. men zudem die Sartorial Kollektion, die bisher aus Sakko und Anzug bestand, um Hosen und Mäntel erweitern. Die sartoriale Kollektion steht für Luxus und erstklassiges Tailoring. Gefertigt aus feiner Wolle, Seide und Kaschmir und versehen mit vielen raffinierten Details.

windsor. Spring/Summer 2016 accessories -collection, Photo by windsor.

windsor. Spring/Summer 2016 accessories -collection, Photo by windsor.

SØR: Welches Item würden Sie als den windsor. Klassiker hervorheben?

Dr. Marcel Braun: Bei Womenswear ist es der Jersey-Blazer in einer sehr hochwertigen Loro Piana Qualität. Ein absolutes Lieblings- und Wohlfühlteil, mit dem jede Frau immer passend angezogen ist: sei es geschäftlich, auf Reisen oder auch am Abend. Und natürlich der windsor. women Mantel, der Understatement-Luxus bietet. In der Menswear ist das Sakko der absolute Klassiker. Besonders mit dem Färbeverfahren Frosted Wool. Jedes Teil ist hier ein Unikat und die Verarbeitung ist einfach einzigartig.

windsor. Woman Blazer, Spring/Summer 2016, Photo by windsor.

windsor. Woman Blazer, Spring/Summer 2016, Photo by windsor.

windsor_ss16_campaign_p18

windsor. Blazer, Spring/Summer 2016, Photo by windsor.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SØR: Wie werden die kommenden Frühjahr/Sommer Kollektionen aussehen? Was war die Inspirationsquelle?

Dr. Marcel Braun: Die windsor. women Sommerkollektion 2016 zeichnet sich durch einen klaren, großzügigen urbanen Look aus. Leichtigkeit, lässige Entspanntheit und Simplizität mit Raffinesse sind wichtige Inhalte der Kollektion. Japanische Inspirationen und Details finden sich wieder in gewickelten Gürteln, schlichten Silhouetten, Plateausandalen oder japanisch anmutenden Prints. windsor. men ist inspiriert von der gesellschaftlichen Entwicklung und der Technologie, die Sportswear und Tailoring verbindet. Die „New Generation“ ist vernetzt, mobil und flexibel. So passt sich die Konfektion auch den urbanen Bedürfnissen an. Jersey und Sweat-Qualitäten in der Konfektion spielen eine zentrale Rolle und bieten hier modischen Spielraum.

windsor. Spring/Summer 2016 collection, Photo by windsor.

windsor. Spring/Summer 2016 collection, Photo by windsor.

SØR: Welchen Formen und Schnitten werden wir begegnen? Verändern sich die gravierenden Dinge wie z.B. Rocklängen, Hosenschnitte?

Dr. Marcel Braun: Bei windsor. women sind strukturierte Sommermäntel oder kurze Boxy-Jackets wichtige Elemente, um den sophisticated Look zu vervollständigen. Großzügige Linienführungen und eine klare Formensprache zeichnen die Kollektion aus. String-Art inspirierte Prints und große Glencheck-Muster lassen sich ideal zu sommerlichen Outfits kombinieren. Relaxte Oversized-Tops und weite Hosenformen stehen für eine moderne Ausrichtung und entspannte Eleganz. Jersey- und Sweat-Qualitäten sind in der Konfektion bei windsor. men zentraler Bestandteil und bieten modischen Spielraum. Sportive Einflüsse durch Jersey und Stretch werden mit sartorialen Aspekten gemischt. Es entsteht eine neue Silhouette. Bundfaltenhosen werden neu mit schlanken Oberteilen kombiniert. Dabei spielen dezente, aber hochwertige Details eine große Rolle.

windsor_blog_3

SØR: Seit Jahrzehnten gibt es zwischen Windsor und SØR eine enge Verbindung, die am Ende des letzten Jahres in eine Kooperation mündete. In Hamburg, Neuer Wall 50, wurde der erste Windsor Shop im SØR Haus eröffnet. 

Dr. Marcel Braun: Wir freuen uns sehr über die Kooperation und den windsor. Shop in Hamburg, Neuer Wall. SØR ist ein toller Partner mit einem sehr zuverlässigen Gespür für Qualität, Stil und Zeitgeist. Werte, die wir auch bei windsor. leben. Wir sehen noch sehr viele Möglichkeiten der Zusammenarbeit, auf die wir uns heute schon freuen.

windsor. shop im SØR Haus Hamburg Neuer Wall 50, Photo by Lars Beusker

windsor. shop im SØR Haus Hamburg Neuer Wall 50, Photo by Lars Beusker

Dr. Marcel Braun, CEO der Holy Fashion Group. Photo by windsor.

Dr. Marcel Braun, CEO der Holy Fashion Group. Photo by windsor.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

https://windsor.de

http://www.holyfashiongroup.com/de/home.html

https://shop.soer-online.de/Storefinder